Bern

Bernhard Pulver: «Ich überlege mir, für den Ständerat anzutreten»

Polit-Comeback

Bernhard Pulver: «Ich überlege mir, für den Ständerat anzutreten»

10.09.2022, 09:23 Uhr
· Online seit 10.09.2022, 08:53 Uhr
Alt-Regierungsrat Bernhard Pulver könnte für die Grünen an den Ständeratswahlen im Herbst 2023 antreten. Vier Jahre nach seinem Rücktritt als Berner Regierungsrat denkt der 57-Jährige über ein Polit-Comeback nach.
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Von einem «Linken Angriff aufs Bundeshaus» schreiben die «Berner Zeitung» und «Der Bund» am Samstagmorgen. Denn Alt-Regierungsrat Bernhard Pulver bestätigte, dass er für die Ständerratswahlen im kommenden Jahr im Gespräch sei. Vereinbart sei eine Bedenkzeit bis Ende Oktober, wie die «Berner Zeitung» und «Der Bund» berichten. Derzeit wäge der grüne Politiker noch ab, ob er wieder ein politisches Mandat wolle.

Aus dem eigenen Lager scheint der Verwaltungsratspräsident der Insel-Gruppe dabei grossen Rückhalt zu geniessen. «Bernhard Pulver ist der grüne Wunschkandidat», sagt etwa Natalie Imboden, Nationalrätin der Grünen, gegenüber den Zeitungen. Auch Gespräche mit der SP über ein Zweierticket seien angelaufen, so Imboden. So sei es mit dem Duo Pulver und der bereits nominierten SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen sogar möglich, dass Rot-Grün erstmals beide Ständeratssitze erringen könnte.

Gegenüber der «Berner Zeitung» und «Der Bund» sieht der Berner Politologe Georg Lutz die grössten Chancen aber immer noch auf der Seite der Bürgerlichen. Unter anderem wegen des Bisherigen-Bonus, aber auch, weil die SVP im Kanton Bern mit vergleichsweise moderat politisierenden Personen auftrete, so Lutz. Trotzdem wäre Bernhard Pulver für Rot-Grün «ein Glücksfall.»

So sehen sich die Bürgerlichen vom Rot/Grün-Duo nicht bedroht. SVP-Kantonalpräsident Manfred Bühler äusserte sich gegenüber den Zeitungen, dass er die Herausforderung ernst nehme, aber nicht ernsthaft beeindruckt sei. Er sei überzeugt, dass man mit guter Zusammenarbeit mindestens den einen Sitz wieder holen werde.

(dak)

veröffentlicht: 10. September 2022 08:53
aktualisiert: 10. September 2022 09:23
Quelle: BärnToday

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