Vor dem Saisonstart

«Der SCB soll wieder Freude bereiten»

Raphael Willen, 29. August 2022, 18:32 Uhr
18 Tage vor dem Saisonstart hat der SC Bern über Saisonziele, Finanzen und Neuerungen gesprochen. Es war die letzte Medienkonferenz mit Marc Lüthi als CEO, neu wird er als Verwaltungsratspräsident fungieren.

Quelle: BärnToday

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Der SC Bern hat am Montagnachmittag über die neue Saison gesprochen, in die er am 16. September gegen den EV Zug starten wird. Nach 24 Jahren war es der letzte Auftritt von Marc Lüthi als CEO des SC Bern. Er bleibt dem Club erhalten, wird ab 1. September aber als Verwaltungsratspräsident tätig sein.

Letzte Saison mit Verlust abgeschlossen

Die sportlich enttäuschende letzte Saison schloss der SCB mit einem Minus von 213'383 Franken ab. Noch-Verwaltungsratspräsident Beat Brechbühl spricht aber von einer «knappen roten Null» und sagt: «Wir sind gesund.» Dank Härtefallhilfe vom Bund, Lohneinbussen von Spielern und der Unterstützung von Sponsoren habe man den Verlust begrenzen können. Zudem meint Marc Lüthi: «Wir haben die letzten 20 Jahre gespart, wo wir konnten.»

«Der SCB soll diese Saison wieder Freude bereiten», sagt Lüthi. «Eine solche Saison wie die letzte können wir uns nicht wieder leisten.» Für die kommende Saison sind bis jetzt erst gut 11'000 Saisonkarten verkauft worden. Man rechne damit, sicher mehr als 12'000 Karten verkaufen zu können und will gar «die 13'000 angreifen», die man zu Spitzenzeiten erreichen konnte.

SCB will wieder angreifen

«Nächste Saison werden wir mit Sicherheit wieder rote Zahlen schreiben», sagt CEO Marc Lüthi, «aber ganz bewusst, weil wir in unsere Mannschaft investiert haben.» Von dieser Mannschaft ist auch Raeto Raffainer überzeugt, er tritt die Nachfolge von Marc Lüthi als CEO an. «Wir haben ein breiteres Kader und können besser auf Verletzungen reagieren», so Raffainer.

«Wir wollen wieder angreifen», sagt Raffainer. Dies soll auch mit dem neuen Heimtrikot symbolisiert werden, das diese Saison statt im gewohnten Gelb in Rot erscheint. «Natürlich waren nicht alle davon begeistert, aber die Kerngruppe der Fans konnten wir abholen.» Die Änderung sei bereits vor der Veröffentlichung mit den Fans besprochen worden.

Der Bündner, der von 2005-2008 schon als Spieler beim SC Bern war, ist sich aber bewusst, dass es auch diese Saison nicht einfach wird. «Von den acht Playoff-Teams können alle Meister werden.» Und er warnt vor der Konkurrenz: «Andere Organisationen haben in den letzten Jahren grausam investiert.»

Investition in Fraueneishockey

Im Zuge einer neuen strategischen Ausrichtung will der SCB künftig auch im Fraueneishockey vertreten sein. «Wir sind einer der drei Leuchttürme im Berner Eishockey. Es geht nicht, dass wir uns nicht für das Frauen-Eishockey engagieren», sagt Raeto Raffainer. Es seien nun Gespräche mit dem EV Bomo Thun aus der höchsten Schweizer Liga im Gang. Das Ziel ist, das Team von Bomo Thun in die Organisation des SC Bern zu integrieren.

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 29. August 2022 20:21
aktualisiert: 29. August 2022 20:21