Stadtberner Vorlagen

Deutliches Ja für die Sanierung der Schulen Schwabgut und Enge

Lara Aebi, 26. September 2022, 10:32 Uhr
Grosse Zustimmung für die beiden Stadtberner Vorlagen: Die beiden Volksschulen Schwabgut im Schulkreis Bethlehem und Enge in der Länggasse können nun saniert werden. Gemeinderätin Franziska Teuscher ist zufrieden über die deutliche Zustimmung.
Über 100 Jahre alt: Das Schulhaus Enge in Bern.
© Stadt Bern
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Mit knapp 90 Prozent nahm die Stadtberner Bevölkerung die beiden Vorlagen zum Baukredit für die Gesamtsanierungen der Volksschulen Schwabgut (89,42 Prozent) und Enge (89,29 Prozent) am Sonntag deutlich an.

Franziska Teuscher, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern, ist zufrieden: «Ich freue mich immer, wenn die Bevölkerung hinter unseren Schulhausprojekten steht, da es zeigt, wie wichtig Bildung ist.» Ungewöhnlich sei die hohe Zustimmung aber nicht: «In den letzten Jahren hatten wir immer zwischen 88 und 92 Prozent Zustimmung bei den Schulhausprojekten.»

Viererfeld-Überbauung eingeleitet

Die Sanierung der beiden Projekte sind verschieden: Während bei der Volksschule Schwabgut eine bestehende Anlage erweitert werden kann, wurde das Schulhaus Enge in der Länggasse mehrere Jahre nicht benutzt und kann nun umgenutzt werden.

Die Sanierung des Schulhauses Enge bilde sozusagen den Anfang der Viererfeld-Überbauung, wo ebenfalls ein neues Schulhaus entstehen wird. «Dieser Bau wird zusammen mit dem Schulhaus Enge einen Schulstandort bilden», erklärt die Berner Gemeinderätin auf Anfrage. Dieser sei primär für die Kinder aus dem Rossfeld-Quartier, aber auch für Kinder aus dem Vierer- und Mittelfeld gedacht.

Deutliche Zustimmung trotz finanzieller Lage

Franziska Teuscher freut sich insbesondere über die Zustimmung, da die finanzielle Lage der Stadt Bern momentan «nicht gerade rosig» sei. «Die Bevölkerung hat mit den beiden deutlichen Ja's bestätigt, dass es sich lohnt, in Schulhäuser und damit in Bildung zu investieren.» Schliesslich sei die Stadt Bern aufgrund der wachsenden Anzahl Schülerinnen und Schüler auch darauf angewiesen, zusätzlichen Schulraum bauen zu können.

Bei der Sanierung werde die Ökologie ins Zentrum gestellt. «Wir ergreifen Massnahmen, wie im Einklang mit dem Klimaschutz stehen – beispielsweise installieren wir Photovoltaik-Anlagen auf den Schulhausdächern und schliessen sie ans Fernwärmenetz an», sagt die Grüne-Politikerin. Dies sei letztendlich auch ein Beitrag, um unabhängiger von Erdöl- und Erdgasimporten zu werden.

Bereit zum Schulstart 2024?

Die beiden Schulen sollen bereits in zwei Jahren in Betrieb genommen werden. Die Volksschule Enge in der äusseren Enge wird bereits ab Ende Jahr umgebaut. Die Bauarbeiten dauern gemäss Medienmitteilung der Stadt Bern rund eineinhalb Jahre. Im Schwabgut gibt es laut Medienmitteilung mehrere Etappen: Der Baustart erfolgt im Sommer 2023 mit der Sanierung der Turnhallen.

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 26. September 2022 11:03
aktualisiert: 26. September 2022 11:03