Pussy-Riot-Graffiti

Jetzt als Schild: Anti-Kriegs-Botschaft in Wabern wieder aufgetaucht

2. September 2022, 17:25 Uhr
Am Donnerstagabend ist dasselbe Anti-Kriegs-Graffiti, das Pussy Riot zu Wochenbeginn an eine Mauer in Wabern gesprayt hatte, wieder aufgetaucht. Unbekannte Personen haben ein Schild an der Mauer befestigt.

Quelle: BärnToday / Lara Aebi & Warner Nattiel

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Unbekannte Personen haben dieselbe Anti-Kriegs-Botschaft am Donnerstagabend wieder am Frischingweg in Wabern angebracht – dieses Mal allerdings nicht gesprayt wie zuvor von Mitgliedern der Punkbank Pussy Riot, sondern auf einem Schild befestigt. Dieses Schild wurde im Rasen hinter der Mauer verankert. Somit dürfte es für die Behörden wesentlich schwieriger werden, die Botschaft wieder zu entfernen. Doch das haben diese gar nicht vor.

Auf Anfrage von BärnToday bestätigt der Könizer Gemeinderat Christian Burren, Vorsteher der Direktion Planung und Verkehr, dass das Graffiti vorerst nicht entfernt werde. «Wir werden keine Anzeige gegen unbekannte Täterschaft einreichen, da der Schaden eines solch kleinen Schildes schlussendlich nicht gross ist.»

Auf Twitter amüsieren sich einige User über das neue «Kunstwerk»:

Drei Mitglieder des Kollektivs Pussy Riot wurden am Montagabend einen Tag vor ihrem Konzert in der Mühle Hunziken wegen illegaler Sprayereien in Wabern angehalten und aufs Revier gebracht. Nach einer Befragung wurden die Frauen jedoch wieder freigelassen. Das Konzert konnte wie geplant durchgeführt werden.

Die betroffenen Mitglieder der Band erhoben schwere Vorwürfe gegen die Kantonspolizei Bern.  Ziel des Kollektivs war es, mit dem Graffiti auf die Nähe des Kriegs in der Ukraine aufmerksam zu machen. Das Graffiti wurde bereits am Mittwoch wieder von der Wand entfernt.

(lae)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 2. September 2022 13:25
aktualisiert: 2. September 2022 17:25