«Bilanz»-Ranking

Das sind die fünf reichsten Menschen im Kanton Bern

Lara Aebi, 25. November 2022, 11:07 Uhr
Zum 34. Mal gab das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» die 300 reichsten Menschen der Schweiz bekannt. Darunter sind auch Personen, die im Kanton Bern tätig sind. Wir verraten dir die fünf vermögendsten Personen des zweitgrössten Schweizer Kantons.
Das Dorf Gstaad ist besonders beliebt unter reichen Menschen. Nebst diversen Sportveranstaltungen sind dort auch Luxusboutiquen zu finden. (Symbolbild)
© Keystone/Peter Klaunzer
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1. Familie Bertarelli (16 – 17 Milliarden Franken)

Der reichste Familie im Kanton Bern heisst Bertarelli. Unternehmer Ernesto Bertadelli ist italienischer Herkunft und erbte 1998 zusammen mit seiner Schwester Dona das Unternehmen Serono S.A., welches die Familie 2006 für über 16 Milliarden an den deutschen Chemie- und Pharmakonzern Merck verkaufte. Auch 2022 konnte die Familie einen lukrativen Deal abschliessen: Sie verkaufte den rasch expandierenden Health-Care-Konzern Affidea – der als führender Anbieter in der Sparte Diagnostik gilt – für 1,6 Milliarden Euro an die Groupe Bruxelles Lambert SA. Weiter hält Ernesto Bertarelli eine Beteiligung an der Automarke Aston Martin und investiert in den Segelsport: 100 Millionen Dollar soll er gemäss Bilanz investiert haben, um mit Alinghi in einem Joint Venture mit Red Bull die Ausscheidung des nächsten America's Cup bestreiten zu können. Familie Bertarelli ist nicht nur die reichste Familie im Kanton Bern, sondern schafft es mit einem geschätzten Vermögen von 16 bis 17 Milliarden Franken auch auf Platz 7 der reichsten Personen in der Schweiz.

2. Hansjörg Wyss (7 – 8 Milliarden Franken)

Platz zwei konnte sich der gebürtige Stadtberner Hansjörg Wyss ergattern. Der heute 87-Jährige erwirtschaftete sein Vermögen in der Pharma- und Konsumgüterbranche. Insbesondere der Verkauf seiner Medtech-Firma Synthes im Jahr 2012 an den US-amerikanischen Konzern Johnson & Johnson brachte ihm über 20 Milliarden Dollar ein. In die Schlagzeilen geriet er dieses Jahr, als bekannt wurde, dass er gemeinsam mit dem Sportinvestor Todd Boehly über ein Konsortium den Londoner Fussballverein Chelsea FC erstand. Über die «Wyss Campaign for Nature» unterstützt er zudem verschiedene Umweltprojekte und gilt dadurch mit einem Volumen von bald vier Milliarden Dollar als grösster Schweizer Spender.

3. Erben Engelhorn (6 – 7 Milliarden Franken)

Die Familie Engelhorn erwirtschaftete ihr Vermögen durch die Pharmaindustrie und verschiedene Beteiligungen. Ausserdem eröffnete sie in Mannheim das Museum «Peter und Traudl Engelhornhaus», welches vom Ehepaar Werke aus der europaweit grössten Sammlung zeitgenössischer Glaskunst zeigt. Im September, kurz vor der Eröffnung des Museums, verstarb Traudl Engelhorn. Jüngst sorgte ihre Enkelin Marlene für Schlagzeilen, da sie ankündete, mindestens 90 Prozent ihres Millionenerbes zu spenden und sich zudem für eine Vermögenssteuer aussprach.

4. Laurence Graff (5 – 6 Milliarden Franken)

Schmuck verschaffte ihm sein Vermögen: Der Berner Laurence Graff gründete 1960 das Schmuckimperium Graff Diamonds, welches weltweit über 60 Filialen umfasst – darunter drei Boutiquen in Genf, Gstaad und Zürich. Graff investiert zudem in Immobilien hauptsächlich in London und den USA und besitzt ausserdem das Weingut Delaire Graff Estate in Südafrika.

Laurence Graff mit seiner Lebensgefährtin Josephine Daniel bei einer Gala in London im Oktober 2021.
© David M. Benett/Getty Images

5. Erben Thyssen-Bornemisza (3 – 3,5 Milliarden Franken)

Auch die Erben des verstorbenen Schweizer Kunstsammlers Thyssen-Bornemisza dürfen sich zu den Reichsten des Kantons zählen: Tochter Francesca, die in der Schweiz aufgewachsen ist, engagiert sich als Gründerin und Vorsitzende der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary (TBA21) für ukrainische Kunst- und Kulturschaffende, die unter dem Krieg leiden. Im Madrider Museo Thyssen-Bornemisza werden im Rahmen einer von ihr lancierten Ausstellung 60 Werke der ukrainischen Avantgarde gezeigt.

Francesca Thyssen-Bornemisza (rechts) und die Schweizer Künstlerin Claudia Comte (links) präsentieren eines von Comtes Werken im Thyssen-Bornemisza Museum in Madrid.
© Keystone
Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 25. November 2022 11:08
aktualisiert: 25. November 2022 11:08