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Kanton Bern

Doppelspurtunnel bei Twann: Bietergemeinschaft ausgeschlossen

Bundesverwaltungsgericht hat entschieden

Doppelspurtunnel bei Twann: Bietergemeinschaft ausgeschlossen

· Online seit 13.04.2023, 13:58 Uhr
Die SBB haben bei der Vergabe der Arbeiten für den Doppelspurtunnel zwischen dem Weiler Poudeille in Schafis und Twann eine Arbeitsgemeinschaft zu Recht ausgeschlossen.
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Der Verantwortliche der Arbeitsgemeinschaft für die Bereiche Nachhaltigkeit und Umwelt verfügte nicht über die geforderten Qualifikationen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.

Die Vergabestelle hatte der Arbeitsgemeinschaft vor Ende der Eingabefrist die Möglichkeit gegeben, bei diesem Punkt eine Korrektur vorzunehmen. Das tat diese nicht, sondern versuchte zu belegen, dass die betreffende Person ausreichend Erfahrung in diesem Bereich hat. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hervor.

Das Gericht hält nun fest, dass die Minimalanforderungen für diese Funktion nicht erfüllt seien. Die nachgereichten Ausführungen und die Abklärungen der Vergabestelle liessen keinen anderen Schluss zu. Der Ausschluss sei deshalb zulässig gewesen.

Letztes Nadelöhr

Mit dem Bau des Doppelspurtunnels wird die SBB-Linie zwischen Biel und Lausanne durchgehend zweispurig. Das Projekt wurde im September 2022 an das Konsortium IBD vergeben, welches von Implenia, F. Bernasconi & Cie und De Luca gebildet wird. Es hat einen Preis von rund 225 Millionen Franken offeriert – exklusiv Steuern.

Das vorliegende Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann ans Bundesgericht in Lausanne weitergezogen werden.

(sda/lae)

veröffentlicht: 13. April 2023 13:58
aktualisiert: 13. April 2023 13:58
Quelle: BärnToday

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