Nur wenige Berner Gemeinden sorgen sich wegen Wassermangel
Die Schweiz kämpft mit Trockenheit. In einigen Kantonen wurden bereits Verbote erlassen: Man darf teilweise weder den Rasen bewässern noch sein Auto waschen. Aber in Bern müssen sich nur wenige um ihr Wasser sorgen.
Lediglich die Gemeinden Rumisberg und Schwarzenburg haben aktuell Massnahmen gegen die drohende Wasserknappheit ergriffen. Das berichten die «Berner Zeitung» und «Der Bund». Rumisberg sieht die Selbstversorgung in Gefahr, deshalb gelten in der oberaargauerischen Gemeinde bereits Verbote.
Auch in Schwarzenburg wurde vorgesorgt: Die Brunnen in der Gemeinde seien abgestellt, wie Gemeinderätin Karin Remund gegenüber den Zeitungen erklärt. Man sorgt sich vor allem wegen kommenden Herbst. Dann trete eine kritische Phase ein, wie Remund ausführt. Grund dafür ist der sinkende Grundwasserpegel.
«Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet»
Grundsätzlich müssen sich Bernerinnen und Berner laut dem Bericht keine Sorgen machen. So sagt Bernhard Gyger, Geschäftsführer Wasserbund Region Bern AG: «Die Versorgungssicherheit im ganzen Gebiet ist gewährleistet.» Auch weil der Verbund in den vergangenen 15 Jahren rund 160 Millionen Franken in die Infrastruktur gesteckt habe.
Ein weiterer Grund für die Trinkwassersicherheit: Die Gemeinden spannen bei der Wasserversorgung zusammen, also ist keine von nur einer Quelle abhängig. Dazu kommt, dass die Aare noch immer genug Wasser führt. Die Emme hingegen hat einen 40 Zentimeter tieferen Pegel als normal. Aber auch das sei nicht alarmierend, wie die Zeitung schreibt. Der Berner Hydrologe Rolf Weingartner erklärt, dass obwohl der Pegel seit dem Hochwasser im Juli gesunken sei, im Untergrund noch genügend Grundwasser da sei.
(ape)