WC-Pause im Wald

So verhältst du dich richtig, wenn du draussen mal musst

Fabiola Hostettler, 25. Januar 2023, 15:05 Uhr
Sei es auf einem Winterspaziergang durch den Wald oder auf der Wanderung in den Bergen – wer kennt es nicht, irgendwann drückt die Blase. Und ein WC in der Nähe? Fehlanzeige. Doch sich einfach so in der Natur zu erleichtern ist nicht ohne. Es gilt dabei die ein oder andere Regel zu beachten...
Gebrauchte Taschentücher sollten nicht im Wald weggeworfen werden.
© Getty
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Im ganzen Kanton Bern gibt es zahlreiche Wanderwege und Routen durch die Natur. Wer auf diesen Strecken mal muss, soll laut der Tourismusorganisation «Made in Bern» den gesunden Menschenverstand einschalten, ähnlich wie beim Thema Littering.

Es gebe keine konkreten Regelungen, bestätigen auch die «Wanderwege Bern». Wichtig sei logischerweise jedoch, dass keine Abfälle liegen gelassen würden. «Toilettenpapier muss in einem gut verschliessbaren Beutel wieder mitgenommen werden», so die Organisation auf Anfrage.

Der korrekte Umgang

Auch «Mountain Wilderness», die Alpenschutzorganisation der Schweiz, vertritt die Devise, dass das gemachte Geschäft inklusive Papier am besten wieder mitgenommen werden soll. Bei Tagestouren eigne sich ein einfacher Zipbeutel. Obschon ein Papiertaschentuch aus natürlichen Bestandteilen besteht, kann es Jahre dauern, bis es sich zersetzt.

«Ist das nicht möglich, empfehlen wir, die Notdurft zusammen mit dem Papier zu vergraben, dies etwa 10-15 Zentimeter tief, mit mindestens 70 Metern Abstand zu Wasser, Wanderwegen und Campingplätzen. So können auch Folgeschäden wie ein Waldbrand vermieden werden.»

Passiert ist so etwas erst vor kurzem im Kanton Bern, als eine Kletterin während eines Ausflugs aufs WC musste. Um keine umweltschädlichen Spuren zu hinterlassen, verbrannte sie die gebrauchten Taschentücher. Doch in der Folge brannten 50 Quadratmeter Wald ab und sie wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, wie «20 Minuten» berichtete.

Urin kann Bäumen schaden

Laut «Waldschutz Schweiz» können Kot und Urin in zu grossen Mengen für die Bäume problematisch werden. Da der Urin säurehaltig ist, könne er die Wurzeln beschädigen. Das komme aber wenn, dann vor allem in stadtnahen Gebieten vor. Bäume, welche regelmässig von Hunden «gedüngt» würden, seien anfälliger.

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 25. Januar 2023 15:02
aktualisiert: 25. Januar 2023 15:05