Kanu gekentert

Nach Rettung der «Schiffbrüchigen» spricht der Kapitän

12. August 2022, 15:26 Uhr
Ein Viererkanu versank am Sonntagabend im Thunersee. Die Kanufahrenden konnten aber durch ein BLS-Schiff und Passagiere gerettet werden.
BLS-Linienschiff auf dem Thunersee (Archiv).
© KEYSTONE/Peter Schneider

Am Sonntagabend ist auf dem Thunersee ein Kanu gekentert. An Bord waren drei Erwachsene und ein Kind - alle ohne Schwimmweste. Wie 20 Minuten berichtet, war glücklicherweise die MS Berner Oberland der BLS zur Stelle.

Per Zufall entdeckt

Die Schiffscrew von Kapitän Andreas Pulfer war auf dem See unterwegs, als plötzlich ein Mannschaftsmitglied die Gekenterten erblickte. «Es war Zufall, dass wir die Personen im See gesehen haben. Durch den Wellengang und den Wind war nicht viel zu erkennen», erklärt Pulfer. Die Gruppe war rund 300 Meter von der Kurslinie entfernt.

Das BLS-Schiff leitete sofort das Rettungsmanöver ein. So konnten die vier Personen rasch aus dem Wasser geholt werden. «Wir üben genau für solche Situationen», sagt Pulfer.

Kanu sank wegen Leck

Die gekenterten Personen kamen mit einem Schrecken davon. Es hätte aber auch anders ausgehen können: «Ich hätte nicht in dieser Situation sein wollen. In 20 Grad kaltem Wasser wird einem nach einer Weile auch kalt», erklärt Pulfer. Das Ufer schwimmend zu erreichen wäre schwierig gewesen.

An Bord des Schiffes gab es für die Geretteten Decken und warmen Tee. Das Kanu sei wegen eines Lecks gesunken, als es sich etwa 400 bis 500 Meter vom Ufer entfernt befand. Die Seepolizei rückte noch am selben Abend aus, um es zu suchen, konnte dieses allerdings nicht mehr finden.

(red.)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 8. August 2022 22:00
aktualisiert: 12. August 2022 15:26
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