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Neue Pächter fürs Restaurant «Weisses Kreuz» Kallnach gesucht

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Neue Pächter fürs Restaurant «Weisses Kreuz» Kallnach gesucht

25.04.2024, 16:31 Uhr
· Online seit 25.04.2024, 15:23 Uhr
Ende Jahr ist Schluss im Landgasthof «Weisses Kreuz», der jetzige Pächter hört auf. Die Inhaber suchen nun neue Wirtsleute. Bereits 2017 stand das Restaurant vor dem Aus. Heute sei die Situation aber «überhaupt nicht so», sagen die Inhaber des «Weissen Kreuz».
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Die Inhaber des Landgasthofs «Weisses Kreuz» in Kallnach suchen neue Pächter. Die Kreuz Kallnach AG publizierte eine entsprechende Meldung im «Anzeiger Aarberg». Der AG gehört das Restaurant mitten im Dorf.

Werner Marti, Präsident der Kreuz Kallnach AG und ehemaliger Gemeindepräsident von Kallnach, bestätigt, dass der jetzige Pächter Ende 2024 aufhören will. «Seit 2017 führt Isak Sabedini den Gasthof. Er hat selbst entschieden, aufzuhören und möchte sich neu ausrichten», so Marti.

«Das Kreuz steht überhaupt nicht vor dem Aus»

Vor 14 Tagen haben die Verantwortlichen vom Entscheid erfahren. Es hätten sich schon Interessierte gemeldet, bestätigt Marti: «Wir führen bereits Gespräche». Geklärt sei aber noch nichts, der «Prozess» habe erst begonnen.

Allerdings sei schon heute klar: «Das Weisse Kreuz steht überhaupt nicht vor dem Aus. Die Situation ist komplett anders als 2015», sagt der Präsident der Kreuz Kallnach AG.

Auch wenn bis Ende Jahr keine neuen Pächter finden lassen, werde die AG «alles unternehmen», damit das Restaurant nicht geschlossen werden müsse. «Es wäre sogar möglich, dass wir als AG den Landgasthof selbst betreiben würden», so Werner Marti.

Kreuz als «Epizentrum» von Kallnach

Vor rund zehn Jahren wollten die ehemaligen Besitzer des «Weissen Kreuz» die Parzelle, auf der das Restaurant steht, verkaufen. Es drohte die Schliessung des beliebten Landgasthofes. Kurzerhand entschloss sich die Gemeinde dazu, das über 200-jährige Gebäude mit Land zu kaufen, wie die Berner Zeitung berichtete. So wurde die Kreuz Kallnach AG gegründet. Rund 1,4 Millionen Franken kostete das Haus, dazu kamen in den nächsten Jahren Investitionen von rund zwei Millionen Franken – eine teure Lösung.

«Für das Dorf ist das Kreuz ein wichtiger Ort – auch heute noch. Es ist das Epizentrum von Kallnach», sagt Werner Marti, Präsident der AG. «Wenn man in Kallnach den Dorfplatz sucht, dann verweisen alle auf den Platz vor dem Kreuz.»

Wie geht es weiter im Weissen Kreuz? 

«Wir wünschen uns Pächter oder ein Pächterpaar, das Küche und Service übernimmt», sagt Werner Marti. Auch kulinarisch solle es so weitergehen wie bisher – also gut-bürgerlich. «Hier, mitten im Dorf, können wir kein Thai-Restaurant machen», meint der Präsident.

Den Inhabern sei aber auch bewusst, dass die Restaurant-Branche unter Druck sei. «Es fehlen die Gäste, besonders in den Dorfbeizen auf dem Land. Auch das Weisse Kreuz hat den Rückgang gespürt», so Marti weiter. Trotzdem sei er davon überzeugt, dass in einen solchen Landgasthof auch ein junges Wirtepaar passe. «Wenn man geschickt kombiniert, dann kann man hier sicher überleben.»

veröffentlicht: 25. April 2024 15:23
aktualisiert: 25. April 2024 16:31
Quelle: BärnToday

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