«Mehr Sicherheit»

Münsingen weiht neues Verkehrsregime ein

12. August 2022, 13:51 Uhr
In Münsingen ist am Freitag ein neues Verkehrsregime eingeführt worden. Unter anderem Tempo-30-Zonen sollen für mehr Sicherheit sorgen.
In Münsingen wurde am Freitag ein neues Verkehrsregime eingeweiht.
© BärnToday

Der Kanton Bern hat am Freitag beim Kreisel Bern-/Thun-/Tägertschistrasse in Münsingen ein neues Verkehrsregime in Betrieb genommen. Es gibt keine Fussgängerstreifen mehr, dafür gilt neu Tempo 30. Die Strasse darf jetzt überall überquert werden, Fussgänger haben jedoch keinen Vortritt. Blau markierte Querungszonen sollen Autofahrerinnen und Autofahrern signalisieren, wo mit Fussgängern zu rechnen ist. Der Kreisel hat ausserdem neu vier statt drei Zu- und Ausfahrten.

Wie die Gemeinde Münsingen und der Kanton Bern an einer Medienkonferenz mitteilten, erhoffen sie sich von den Neuerungen einen flüssigeren Verkehr, mehr Sicherheit und weniger Lärm und Abgase.

Der Kreisel wurde während der Neugestaltung etwas in Richtung Bern verschoben. Dadurch hat die Gemeinde Platz für die Gestaltung eines neuen Dorfplatzes. Der Platz soll zeitnah belebt und begrünt werden.

Verständnis für Kritik

Der Regierungsrat Christoph Neuhaus hat Verständnis für die Kritik an der Tempo-30-Zone. «Ich fahre selbst auch lieber zügig Auto. Die Verkehrssicherheit, gerade für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, steht aber hier im Vordergrund.» Und der Münsinger Gemeindepräsident Beat Moser doppelt nach: «Der Verkehr wird sicherer und verflüssigt sich besser.»

Drei von fünf Etappen abgeschlossen

Das neue Verkehrsregime beim Kreisel im Münsinger Zentrum sei sehr wichtig für die Ortsdurchfahrt, die bis 2026 komplett fertig sein soll. Nachdem die Erneuerung 2021 mit der ersten Etappe gestartet wurde, konnte mit dem Kreisel nun die dritte Etappe abgeschlossen werden.

Mit dem Kreisel habe man nun den schwierigsten und einen gleichzeitig wichtigen Abschnitt abgeschlossen, meint Christoph Neuhaus. Ein Drittel der Verkehrsteilnehmenden nutzen den Kreisel als Durchfahrtsort, zwei Drittel für die Zu- und Wegfahrt.

Abschliessend sagt Beat Moser: «Die Gesamtwirkung wird aber erst sichtbar, wenn wir das Projekt komplett fertiggestellt haben.»

SDA/raw

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 12. August 2022 13:51
aktualisiert: 12. August 2022 13:51
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