Neue Gemeindepräsidentin

Tanja Bauer: «Köniz soll wieder zur Vorzeigegemeinde werden»

25. September 2022, 18:52 Uhr
Die Könizerinnen und Könizer haben entschieden: Tanja Bauer wird Gemeindepräsidentin. Die SP-Politikerin setzte sich gegen den SVP-Kandidaten Christian Burren durch.

Quelle: TeleBärn

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Das Könizer Stimmvolk hat gewählt: Die SP-Kandidatin Tanja Bauer wird Gemeindepräsidentin. Sie setzte sich gegen den SVP-Kandidaten Christian Burren durch, wie die Gemeinde mitteilte. Damit bleibt das Gemeindepräsidium in Händen der SP, der wahlstärksten Partei von Köniz.

Tanja Bauer: So heisst die neue Gemeindepräsidentin von Köniz.

© TeleBärn

Tanja Bauer erhielt 56,4 Prozent der Stimmen und folgt auf ihre Parteikollegin Annemarie Berlinger, die im Juni zurückgetreten war. Grund dafür war das Hickhack rund um die Gemeindefinanzen. In der Ersatzwahl vom Sonntag holte Tanja Bauer 8234 Stimmen, ihr Gegner Christian Burren musste sich mit 6365 Stimmen begnügen. Die Stimmbeteiligung lag bei 55,3 Prozent.

«Ich freue mich enorm auf die Arbeit und würde gerne gleich loslegen», sagt Bauer im Interview. «Ich freue mich auf die vielen Kontakte und auf den Austausch mit der Bevölkerung.»

Bauer blickt gerne auf ihren Wahlkampf zurück. «Den Austausch mit der Bevölkerung freute mich enorm und gab mir Energie.»

Nun will sie aktive Wirtschaftsförderung betreiben, um die Finanzen der Gemeinde zu stabilisieren – «damit Köniz wieder zur Vorzeigegemeinde wird», erklärt Tanja Bauer.

SVP-Burren: «Traf den Nerv nicht»

Der ihr unterlegene Christian Burren nimmt die Wahlniederlage sportlich. «Ich traf den Nerv des Bürgers wahrscheinlich nicht.» Mit der Nicht-Wahl hätten ihm die Bürgerinnen und Bürger auch eine grosse Last genommen, weil er einen «Riesenrespekt» vor der Aufgabe gehabt hätte.

Christian Burren von der SVP konnte sich nicht durchsetzen.

«Ich hätte mich dieser gerne gestellt – aber es befreit auch und gibt mir neuen Schwung für die Arbeit in der Direktion», so Christian Burren.

Amtsantritt im November

Die neue Gemeindepräsidentin Tanja Bauer ist 39 Jahre alt, hat in Genf Politologie studiert und sitzt im bernischen Grossen Rat. In Köniz war sie bislang als Gemeindeparlamentarierin tätig. Ihr neues Amt als Gemeindepräsidentin wird sie voraussichtlich am 1. November antreten.

Tanja Bauer erklärt in einem Communiqué, sie wolle «eine Gemeindepräsidentin für alle Könizerinnen und Könizer» sein. Die Gemeinde habe viel zu bieten. Das grosse Potenzial wolle sie nutzen, um Köniz vorwärts zu bringen.

SP und Grüne freuten sich in einer gemeinsamen Mitteilung über die Wahl Bauers. Die Bevölkerung spreche sich damit für ein soziales, umweltbewusstes und innovatives Köniz aus.

Aufruf zu Einigkeit

Der SVP-Gemeinderat Christian Burren war von der FDP, der GLP, der Mitte, der EVP und KMU Köniz unterstützt worden. Sie gratulierten der neuen Gemeindepräsidentin in einem gemeinsamen Communiqué und boten ihre Zusammenarbeit bei der Erfüllung der anstehenden Aufgaben an.

In Köniz sei nun entschiedenes Handeln gefragt. «Wir erwarten vom gesamten Gemeinderat, dass er so rasch als möglich als geeintes Team die grossen Herausforderungen angeht.»

Die im Parlament vertretenen Parteien hätten Anfang Jahr gezeigt, dass sie willens seien, mit dem Gemeinderat zusammenzuarbeiten.

(ris/sda)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 25. September 2022 16:24
aktualisiert: 25. September 2022 18:52