Altes Domizil abgerissen

Berner Hundetagesstätte sucht verzweifelt neue Heimat

22. August 2022, 16:48 Uhr
Ende Juni musste die Berner Hundetagi von Monika Herzig ausziehen – nun wurde der bisherige Standort abgerissen. Eine neue Heimat konnte bislang noch nicht gefunden werden. Durch die Schliessung sind auch integrative Arbeitsplätze bedroht.

Elf Jahre lang war die Berner Hundetagesstätte an der Steigerhubelstrasse im Westen von Bern eine Institution. 16 Mitarbeitende kümmerten sich tagsüber um die Hunde, während deren Besitzerinnen und Besitzer ihrer Arbeit nachgehen konnten.

Hundetagi musste abgerissen werden

Damit ist nun vorläufig Schluss: Ende Juni ist der Mietvertrag am ehemaligen Standort ausgelaufen. Die Tagesstätte musste schliessen und das Gebäude wurde abgerissen. Betreiberin Monika Herzig sagt im Interview: «Es ist ein sehr komisches Gefühl.»

Quelle: BärnToday/TeleBärn

Grund für das Aus: Auf dem Areal Weyermannshaus Ost entsteht ein neuer Campus für die Berner Fachhochschule. Ab 2024 soll gebaut werden, frühestens 2028 soll der mit 352 Millionen Franken budgetierte Neubau eröffnet werden.

Für Herzig ist es unverständlich, dass die Hundetagi schon jetzt ausziehen musste. «Vom Kanton her hätten wir eine Verlängerung erhalten, aber leider machte uns die Immobilienverwaltung einen Strich durch die Rechnung», sagt sie.

Von der Hundetagi bleibt nichts mehr übrig.
© TeleBärn

Der überstürzte Auszug ist nicht nur ein Schock für die 85 Hundebesitzerinnen und -besitzer, sondern auch für die 16 Mitarbeitenden. Bei der Hundetagi handelt es sich nämlich um ein integratives Projekt: Die Betreuenden sind Langzeitarbeitslose, die über verschiedene Sozialdienste an das Projekt vermittelt wurden.

«Wir hätten genug zu tun»

Damit die Hundetagi wieder den Betrieb aufnehmen kann, müssen nun passende Räumlichkeiten gefunden werden. «Wir hätten genug zu tun. Nur die Räume fehlen, um normal weiterarbeiten zu können», so Herzig.

Quelle: BärnToday/TeleBärn

Diese zu finden sei allerdings eine grosse Herausforderung: Immobilienverwaltungen, Eigentümer und Bauverwaltungen stellten sich gegen den Einzug einer Hundtagi.

Aufgeben aber kommt für die Hundeliebhaberin nicht infrage – die Suche geht weiter. «Wir hoffen, dass wir demnächst eine Zusage erhalten und wieder loslegen können», sagt sie.

(ris)

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Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 22. August 2022 20:48
aktualisiert: 22. August 2022 20:48
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