Heizungen

Kanton Bern will Kontrolle von Feuerungen liberalisieren

17. August 2022, 15:49 Uhr
Der Kanton Bern will das Monopol für die Kontrollen von Öl-, Gas- und Holzheizungen aufheben. Neu sollen die Besitzer frei wählen können, wer die Kontrollen bei ihren Heizungen durchführt und wann sie stattfinden.
Der Kanton Bern will die Feuerungskontrollen für Öl-, Gas- und Holzheizungen liberalisieren. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Der Vorschlag kommt im September ins Berner Kantonsparlament. Im Kanton Bern gibt es derzeit rund 85'000 Öl-, 29'000 Gas- und 17'000 Holzfeuerungen, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

Der Bund schreibt vor, dass bei fossilen Feuerungsanlagen in der Regel alle zwei Jahre und bei Holzfeuerungen in der Regel alle vier Jahre kontrolliert werden muss, ob die Emissionsbegrenzungen eingehalten werden. Zudem müssen Feuerungsanlagen periodisch gereinigt und gewartet werden.

Im Kanton Bern gibt es heute amtliche Kontrolleure, die von den Gemeinden ernannt werden. Beim jährlichen Service werde die Feuerung aber genau gleich kontrolliert, monierten vor rund drei Jahren verschiedene Grossräte. Diese doppelte Kontrolle sei unnötig. 2018 überwies das Kantonsparlament die Forderung.

Mehrzahl unterstützt Liberalisierung

Alle Parteien und eine Mehrzahl der Gemeinden und Verbände unterstützen nun die angestrebte Liberalisierung grundsätzlich. So wird unter anderem die Wahlfreiheit in Bezug auf die Kontrollen begrüsst. Ebenso versprechen sich diverse Parteien und Verbände eine Effizienzsteigerung und eine bessere Qualität durch den einheitlichen kantonalen Vollzug.

Während die Wirtschaftsverbände die Freigabe der Preise begrüssen, befürchteten in der Vernehmlassung einige Teilnehmer eine Verteuerung der Feuerungskontrolle in ländlichen Gebieten. Dies, weil die Preispauschale entfällt und die längeren Anfahrtswege zu höheren Kosten führen können.

Quelle: sda
veröffentlicht: 17. August 2022 15:49
aktualisiert: 17. August 2022 15:49
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