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Nun sollen auch Nicht-Ukrainer im Containerdorf auf dem Viererfeld einziehen

Migration nimmt zu

Nun sollen auch Nicht-Ukrainer im Containerdorf auf dem Viererfeld einziehen

01.12.2022, 10:08 Uhr
· Online seit 01.12.2022, 10:03 Uhr
Bern reagiert auf die steigenden Asylzahlen: Künftig sollen im Containerdorf auf dem Viererfeld auch Migrantinnen und Migranten, die nicht aus der Ukraine stammen, untergebracht werden.

Quelle: BärnToday / Warner Nattiel (Video vom 28. Oktober 2022)

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Mit rund 100 Personen pro Woche hat sich die Zahl der Asylsuchenden im Kanton Bern in den vergangenen zwei Monaten mehr als verdreifacht. Deshalb richtet der Kanton 1000 zusätzliche Plätze für die Migrantinnen und Migranten ein.

Unterkunft ist unterbesetzt 

Auch in der temporären Unterkunft auf dem Viererfeld sollen künftig auch Asylsuchende untergebracht werden, wie der Kanton und die Stadt Bern am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben. Bislang werden auf dem Viererfeld nur Geflüchtete aus der Ukraine mit Schutzstatus S untergebracht – und das Containerdorf ist alles andere als ausgelastet.

Die Unterkunft wird nun für die gemischte Nutzung vorbereitet. Die Unterbringung soll in räumlich getrennten Wohneinheiten erfolgen. Zudem soll das Sicherheitskonzept angepasst werden. Damit werde die Sicherheit und das friedliche Zusammenleben gewährleistet, heisst es seitens der Behörden.

Bürgerliche unterstützen linke Motion

Damit folgen der Kanton und die Stadt einer überparteilichen Motion des Berner Stadtrats von Ende Oktober. SP-Stadträtin Valentina Achermann erklärte damals: «Wir haben einen Asylnotstand und die Containersiedlung wird nur zu zehn Prozent genutzt.»

Quelle: BärnToday / Warner Nattiel

Unterstützung für das Anliegen gab es damals auch von bürgerlicher Seite. Thomas Fuchs, Präsident der SVP Stadt Bern, sagte: «Die Lokalitäten sind da. Es ist richtig, dass man sie braucht und nicht neue aufmacht und man so zusätzliche Kosten hat.»

(ris)

veröffentlicht: 1. Dezember 2022 10:03
aktualisiert: 1. Dezember 2022 10:08
Quelle: BärnToday

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