Freiwillige Charta

So will Bern den Abfall und Littering in der Innenstadt reduzieren

3. November 2022, 12:08 Uhr
Weniger Littering, dafür mehr Recycling. Die Stadt Bern hat die Ziele für ihre Sauberkeitscharta ausformuliert. Gemeinderätin Marieke Kruit ist überzeugt, dass diese erreicht werden können.
In der Stadt Bern soll weniger Abfall anfallen.
© KEYSTONE/Lukas Lehmann
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Die Stadt Bern soll sauberer werden. Dafür hat sie nun konkrete Ziele für die Sauberkeitscharta formuliert, die sie im September 2022 unterzeichnet hatte. «Das oberste Ziel ist es, den Abfall im öffentlichen Raum zu reduzieren. Zudem soll die Abfalltrennung verbessert werden», sagt die zuständige Gemeinderätin Marieke Kruit auf Anfrage.

Ehrgeizige Ziele gesetzt 

Bis 2026 soll das Littering im öffentlichen Raum der Innenstadt um 15 Prozent abnehmen. Zudem soll im gleichen Zeitraum der Anteil an Wertstoffen in den Abfalleimern im öffentlichen Raum, die eigentlich rezyklierbar wären, um 40 Prozent sinken.

«Es ist wichtig, dass wir die Ziele quantifizieren, um überprüfen zu können, ob die Sauberkeitscharta greift oder ob wir diese noch anpassen müssen», erklärt Kruit. Dafür werden vorher und nachher Messungen durchgeführt.

Der Sauberkeitscharta sollen 80 Prozent der Betriebe in der Innenstadt der Charta auf freiwilliger Basis beitreten – aus den Branchen Takeaway, Gastro, Hotellerie und Veranstaltungen. Aus den übrigen Stadtteilen sollen 30 Prozent Mitglied werden.

«Konsumenten wollen Nachhaltigkeit»

Kruit ist überzeugt, dass diese Ziele erreicht werden können. «Es ist ein Vorteil für alle Geschäfte, wenn sie nachhaltig unterwegs sind und entsprechende Lösungen anbieten. Der Konsument und die Konsumentin von heute ist nachhaltig unterwegs und möchte auch solche Produkte.» Eine Massnahme, die in der Stadt Bern bereits prominent ist, ist der Mehrwegbecher «Kooky».

Quelle: BärnToday / Warner Nattiel

Sollten die Ziele nicht erreicht werden, wird das Modell des Sauberkeitsrappens wiederaufgenommen. Dabei geht es darum, dass die Entsorgung von Abfällen im öffentlichen Raum durch Sekundärverursacher wie Take-away-Betriebe oder Lebensmittelgeschäfte finanziert wird. Nach Kritik aus den betroffenen Branchen wurde dieses Projekt jedoch nicht umgesetzt.

(ris)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 3. November 2022 14:41
aktualisiert: 3. November 2022 14:41