Trotz Stromkrise

Murten Lichtfestival findet statt, soll aber weniger Energie verbrauchen

13. Oktober 2022, 11:46 Uhr
Das Murten Lichtfestival reduziert seinen Energiebedarf. Die Veranstaltenden bereiten sich auf eine bescheidenere Ausgabe in der Stromkrise vor.
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Trotz der drohenden Energiemangellage findet das Murten Lichtfestival statt. Vom 18. bis 29. Januar 2023 kann man in Murtens Altstadt und Seeufer erneut in die Welt der farbigen Lichter eintauchen, wie die Veranstaltenden am Donnerstag mitteilen.

Murten Lichtfestival über Kantonsgrenze hinaus beliebt

Um allfälliger Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen, verweisen die Veranstaltenden auf die wirtschaftliche Bedeutung des Lichtfestivals. Das Festival lockt jedes Jahr im Winter Tausende Besuchende in die mittelalterliche Zähringerstadt – und ist gerade auch unter Bernerinnen und Bernern beliebt. Insgesamt sind 20 Installationen von Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland präsent.

Auch wenn auf das Lichtspektakel nicht verzichtet wird, wollen die Veranstaltenden Energie einsparen. Sie verpflichten sich, den Energieverbrauch bei dieser Ausgabe um 15 bis 20 Prozent im Vergleich zu 2022 zu reduzieren – im Vergleich zur Vor-Pandemie-Ausgabe sogar um 40 Prozent. Damit halte man sich an die Empfehlungen des Bundes.

Besuchszeiten verkürzt und weniger Scheinwerfer

Der Stromverbrauch lag vor Corona bei etwa 15'000 Kilowattstunden. Das entspricht ungefähr zweieinhalb Stunden Fernsehschauen oder neun Minuten Staubsaugen pro Besucherin oder Besucher. 2022 wurden noch 10'000 Kilowattstunden verbraucht, da die Ausgabe wegen den Corona-Massnahmen kleiner ausfiel.

«Für die Ausgabe 2023 sind die Verantwortlichen zu dem Entschluss gekommen, nicht zu einer normalen Ausgabe zurückzukehren, sondern erneut an einer kleineren Ausgabe des Festivals festzuhalten», heisst es. Um noch mehr Strom einsparen zu können, werden die Besuchszeiten von Sonntag bis Donnerstag jeweils um 45 Minuten reduziert. Am Freitag und Samstag bleiben die Arteplages wie gewohnt bis 22 Uhr offen. Zudem wird jede Installation auf ihren Stromverbrauch hin optimiert. Bei der Deko-Beleuchtung verzichten die Organisatorinnen und Organisatoren auf 20 bis 30 Prozent der Scheinwerfer.

(ris)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 13. Oktober 2022 11:35
aktualisiert: 13. Oktober 2022 11:46