100m Hürden

Bernerin Ditaji Kambundji holt EM-Bronze

21. August 2022, 21:23 Uhr
Auch Mujinga Kambundjis Schwester holt eine EM-Medaille für die Schweiz. Die Bernerin Ditaji Kambundji gewinnt über 100m Hürden Bronze.
Ditaji Kambundji holt sich die Bronzemedaille in 100m Hürden an der EM in München.
© KEYSTONE/Georgios Kefalas

Ditaji Kambundji sorgt zum Abschluss der Leichtathletik-Europameisterschaften in München nochmals für ein Schweizer Highlight. Die 20-Jährige Bernerin gewinnt über 100 m Hürden die Bronzemedaille.

Die jüngere Schwester von 200-m-Europameisterin Mujinga Kambundji kam im Final in 12,74 Sekunden bis auf vier Hundertstelsekunden an ihre an der WM in Eugene gelaufene persönliche Bestzeit heran. Gold ging überlegen an die Polin Pia Skrzyszowska (12,53), Silber holte die Ungarin Luca Kozak (12,69).

Für Ditaji Kambundji ist es gemessen an Titeln der bislang grösste Erfolg. Im Vorjahr hatte sie Gold an der U20-EM geholt. Im Münchner Olympiastadion legte sie bei ihrem Bronze-Lauf wie schon in den Halbfinals, damals noch mit der fünftbesten Zeit, einen regelrechten Blitzstart hin. Bis zum Zielstrich wurde es jedoch extrem knapp, doch das Hundertstel-Glück war auf der Seite der Schweizerin. Ihre Reserve auf die viertplatzierte Niederländerin Nadine Visser betrug lediglich eine Hundertstel.

Beste EM aller Zeiten

Ditaji Kambundji sorgte für die sechste Schweizer EM-Medaille in München. Damit übertraf die Schweizer Delegation die vom Verband Swiss Athletic geforderten vier Podestplätze, wie auch die fünf EM-Medaillen von Amsterdam 2016. Waren die Medaillen von Mujinga Kambundji (Gold über 200 m/Silber über 100 m) und Simon Ehammer (Silber im Zehnkampf) budgetiert worden, so ist Ditaji Kambundjis Sprung aufs Treppchen ebenso als Exploit zu werten, wie jene von Annik Kälin (Bronze im Siebenkampf) und Ricky Petrucciani (Silber über 400 m).

Simon Ehammer und Mujinga Kambundji: Sie wollen auch in München gemeinsam auf das Medaillenfoto.
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Zbären im Halbfinal out

Noemi Zbären hatte in den Halbfinals ihre zweite Chance nicht genutzt, nachdem sie im Vorlauf an der letzten Hürde gestrauchelt und nur mit Glück dem Out entgangen war. In 13,15 Sekunden blieb sie klar über ihren Möglichkeiten. Nach Jahren mit zahlreichen Verletzungen durchbrach die WM-Finalistin von Peking 2015 erst in diesem Sommer erstmals wieder die 13-Sekunden-Marke. Die EM in München wäre ihre Bühne gewesen, sie liess diese ungenutzt. Entsprechend tief sass der Frust.

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 21. August 2022 21:07
aktualisiert: 21. August 2022 21:23
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