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Die Krise des Meisters verschärft sich

FCZ vs. YB 1:0

Die Krise des Meisters verschärft sich

· Online seit 03.03.2024, 18:48 Uhr
Die Young Boys kommen nicht aus dem Formtief. Der Meister unterliegt beim FC Zürich 0:1 und kassiert damit zum ersten Mal seit 2017 in der Super League zwei Niederlagen in Folge.
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In den letzten Jahren gab es Momente, da hatte der Schweizer Fussball-Fan das Gefühl, dass YB machen konnte, was es will: Alles ging auf. Derzeit strahlen die Berner nichts mehr von dieser Souveränität und Leichtigkeit aus, die sie zu fünf Meistertiteln in den letzten sechs Jahren geführt haben.

Pech kommt dann auch noch hinzu – wie im Letzigrund als gleich der erste gegnerische Angriff zum Tor führte. Zwei verlorene Kopfballduelle, eine nicht ideale Abwehr und ein schöner Volley von Ifeanyi Mathew sorgten für die Zürcher Führung nach gerademal elf Sekunden. Der ohnehin schon beträchtliche Druck, der auf die Young Boys lastete, nahm durch das frühe 0:1, das schnellste überhaupt in dieser Super-League-Saison, nochmals zu.

Steigerung nach der Pause

Die meisterliche Reaktion war mit dem Pfostenschuss von Silvère Ganvoula nach 90 Sekunden von ganz kurzer Dauer. Der Ausgleich lag danach lange Zeit nicht mehr in der Luft: Der FC Zürich, diese Woche wie die Young Boys im Cup gescheitert, hätte mit etwas besserer Chancenverwertung mit zwei oder sogar drei Treffern Vorsprung in die Pause gehen können.

Gerade in der Abwehr agierte YB ungeschickt und wirkte stark verunsichert. In der zweiten Halbzeit war alles etwas besser aus Sicht der Berner, aber längst nicht überragend. Erst in der Schlussphase gab es die eine oder andere zwingende Offensivaktion: Die beste entschärfte FCZ-Goalie Yanick Brecher gegen Jaouen Hadjam (82.).

«Nächste Woche besser machen»

«Wir sind in einer nicht ganz einfachen Situation», analysierte Fabian Lustenberger gegenüber «blue». «Jetzt gilt es, die Niederlage abzuhaken, Dinge zu verbessern und es nächste Woche besser zu machen.» Der Ball rolle derzeit nicht für YB, stellte Stürmer Cedric Itten fest. «Es war eine sehr schlechte Woche für uns.» Den Trainer Raphael Wicky nahmen beide Spieler in Schutz. «Er bereitet uns gut vor, es ist aber an uns, das umzusetzen», so Itten.

Die gute Neuigkeit für die Young Boys nach dem insgesamt vierten Spiel ohne Sieg ist, dass es weiterhin an der Spitze der Super League steht. Die schlechte ist, dass sich etwas ändern muss, denn dem aktuellen Trend folgend ist es nur eine Frage der Zeit, bis das ein Punkt zurückliegende Servette am Meister vorbeizieht. Die Personalie Wicky dürfte trotz Rückendeckung von Itten und Lustenberger in diesen Tagen und vor dem Heimspiel am nächsten Sonntag gegen Basel rund um den Klub auch zum Thema werden.

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(sda)

veröffentlicht: 3. März 2024 18:48
aktualisiert: 3. März 2024 18:48
Quelle: BärnToday

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