Nach WM-Teilnahme

«Habe gezeigt, dass die Schweiz international mithalten kann»

Raphael Willen, 22. September 2022, 18:53 Uhr
Die Bernerin Livia Maria Chiariello hat nach 31 Jahren ohne Schweizer Beteiligung wieder an den Weltmeisterschaften der Rhythmischen Gymnastik teilgenommen. Mit dem starken 39. Rang ist sie durchaus zufrieden, wie sie sagt.

Quelle: BärnToday / Warner Nattiel

Im Alter von fünf Jahren macht sie im Turnverein Länggasse in Bern ihre ersten Schritte auf dem Weg zur Profikarriere. Zwölf Jahre später vertritt Livia Maria Chiariello die Schweiz an den Weltmeisterschaften der Rhythmischen Sportymnastik. Sie ist die erste Schweizer Gymnastin, der dies nach 31 Jahren wieder gelingt.

An den Weltmeisterschaften in Sofia turnt Chiariello vergangene Woche auf den 39. Rang. Die Sportlerin sagt dazu: «Ich habe eine gute Leistung gezeigt, habe mein Potenzial aber noch lange nicht ausgeschöpft.» Die Verbandsziele hätte sie jedoch bei weitem übertroffen.

Ehre, Schweiz zu vertreten

«Es ist eine Ehre, die Schweiz nach so langer Zeit wieder an der WM vertreten zu können», sagt die 17-jährige Bernerin, die im Gymnasium Neufeld zur Schule geht. «Ich habe gezeigt, dass die Schweiz international mithalten kann.»

Um an der Weltspitze mitturnen zu können, ist die finanzielle Unterstützung grundlegend. «Ich werde vom Verband unterstützt und bin sehr dankbar dafür. Um längerfristig ganz vorne dabei zu sein, bräuchte es jedoch noch mehr finanzielle Mittel», meint Chiariello.

Infrastruktur nicht ideal

Auch die Infrastruktur könnte sich in der Rhythmischen Gymnastik noch verbessern. Livia Maria Chiariello nimmt für ihre 30 Trainingsstunden pro Woche täglich einen Weg von einer Stunde auf sich, um das nächste regionale Leistungszentrum in Biel zu erreichen. Die Halle in Biel sei jedoch nicht genügend ausgestattet. «Die Infrastruktur mit dem Unterboden und der Hallenhöhe ist leider nicht so, wie es unserer Sportart international vorgegeben wäre», so Chiariello.

Ihr primäres Ziel sei es, mit Freude und Erfolg turnen zu können. Ein konkretes Ziel schwebt ihr jedoch auch schon vor: «Natürlich sind die olympischen Spiele ein fernes Ziel. Dafür arbeite ich jeden Tag.»

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 22. September 2022 18:53
aktualisiert: 22. September 2022 18:53
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