Fast 6 Jahre später

Das ist aus der YB-Meistermannschaft von 2018 geworden

· Online seit 17.01.2024, 11:46 Uhr
Den 28. April 2018 werden viele YB-Fans wohl ihr Leben lang in bester Erinnerung behalten: Die Berner wurden nach 32 Jahren endlich wieder Schweizer Meister. Was die Meisterhelden von damals heute machen, erfährst du hier.
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Noch bei YB unter Vertrag

Goalie David von Ballmoos ist bei YB seit Jahren nicht mehr wegzudenken. Seine letzten Saisons waren jedoch von Verletzungen geprägt. Seit Dezember 2023 ist er wieder die Nummer 1 im Tor der Berner.

Loris Benito ist nach Stationen in Bordeaux und Sion seit Sommer 2022 wieder zurück bei YB. Nach dem Abgang von Cédric Zesiger wird der gelernte Aussenverteidiger seit dieser Saison jedoch als Innenverteidiger eingesetzt.

Fünf Meistertitel, zwei Cupsiege, zwei Mal Torschützenkönig der Super League: Die Ausbeute von YB-Stürmer Jean-Pierre Nsame lässt sich sehen. Nach einem erfolglosen Abstecher nach Venedig spielt der Kameruner seit letzter Saison wieder für die Young Boys. Wie lange er noch beim Double-Sieger bleibt, ist offen. Der 30-Jährige ist unzufrieden mit seiner Einsatzzeit, ein Wechsel steht im Raum. Einem Wechsel zu einem anderen Schweizer Club hat YB für das aktuelle Transferfenster schon mal den Riegel vorgeschoben.

Dario Marzino steht selten im Rampenlicht – damals wie heute. 2018 war der damals 21-Jährige vierter Goalie bei den Bernern, heute ist er hinter David von Ballmoos und Anthony Racioppi die Nummer 3.

In anderer Funktion bei YB

YB-Legende und Meistergoalie Marco Wölfli beendete seine Karriere 2020 nach über 20 Jahren bei den Bernern. Wölfli ist immer noch beim BSC YB engagiert, er arbeitet im Sponsoring und als Projektleiter der Immobilienplattform «YB Immo».

Meistercaptain Steve von Bergen hängte seine Fussballschuhe 2019 an den Nagel. Danach arbeitete der 40-Jährige zuerst drei Jahre im Nachwuchs. Seit 2022 ist der Neuenburger Sportchef der Young Boys.

Derzeit vereinslos

Nach sieben Jahren beim BSC YB lief der Vertrag von Miralem Sulejmani 2022 aus. Seither hat der 35-Jährige kein Spiel mehr bestritten. Mittlerweile ist fraglich, ob der Serbe je wieder in den Profifussball zurückkehrt.

Noch aktiv, aber nicht mehr im Profifussball

YB-Publikumsliebling Guillaume Hoarau verzückte das Berner Publikum über Jahre mit seinen Toren. 2020 wechselte er zum FC Sion, zwei Jahre später spielte er eine Saison für seinen Jugendverein in La Réunion. Seit dieser Saison kickt er beim FC Muri-Gümligen in der 2. Liga interregional.

Pedro Teixeira dürfte wohl nur noch den wenigsten ein Begriff sein. Der junge Mittelfeldspieler bestritt in der Meistersaison nur zwei Spiele für YB. Mittlerweile ist der 25-Jährige nur noch halbprofessionell unterwegs, er spielt für den Promotion-League-Club FC Bulle.

In der Schweiz engagiert

Gleich zwei Spieler der damaligen YB-Mannschaft spielen aktuell beim Kantonsrivalen FC Thun. Innenverteidiger Marco Bürki ist beim Challenge-League-Team Captain, Mittelfeldspieler Leonardo Bertone ist eine wichtige Stütze der jungen Truppe.

Sékou Sanogo wechselte 2019 für 7 Millionen Euro zu Al-Ittihad nach Saudi-Arabien. Über Roter Stern Belgrad kam er schliesslich zum französischen Zweitligisten Paris FC. Seit letztem Sommer war der 34-Jährige Ivorer vereinslos. Nun hat Sanogo einen neuen Arbeitgeber gefunden: Der FC Schaffhausen nimmt ihn für eine halbe Saison unter Vertrag.

Im Ausland unter Vertrag

Er war während der letzten Jahre eine der prägendsten Figuren bei den Young Boys: Christian Fassnacht. Die 251 Spiele, 68 Tore und sieben Titel sprechen für sich. Vergangenen Sommer konnte er sich seinen langersehnten Traum – einen Wechsel ins Ausland – erfüllen. Beim englischen Zweitligisten Norwich City fand sich der 30-Jährige rasch zurecht.

Auch Michel Aebischer ist für einige Erfolge und Titel mitverantwortlich, welche der BSC YB in den letzten Jahren feiern konnte. Im Januar 2022 wurde das YB-Eigengewächs an den FC Bologna ausgeliehen, einige Monate später wurde er von den Italienern fest verpflichtet.

Djibril Sow blieb den Young Boys nach dem Meistertitel 2018 noch ein Jahr erhalten, bevor er für 14 Millionen Euro in die Bundesliga zur Eintracht Frankfurt wechselte. Letzten Sommer folgte dann der Wechsel nach Spanien zum FC Sevilla.

Kevin Mbabu gehörte zu den Eckpfeilern der Meistermannschaft von 2018. 2019 wechselte der 28-Jährige zum VfL Wolfsburg, 2022 zum FC Fulham. Nach der Leihe zu Servette ist der Aussenverteidiger vergangenen Sommer zum FC Augsburg ausgeliehen worden.

Nicolas Moumi Ngamaleu entwickelte sich bei YB zu einem gestandenen Spieler, der sowohl im Mittelfeld als auch als Flügelspieler eingesetzt werden konnte. Nach fünf Jahren bei den Bernern wechselte der Kameruner 2022 nach Russland zu Dynamo Moskau.

Das Talent von Jordan Lotomba fiel beim BSC Young Boys früh auf. So war es auch nicht erstaunlich, dass der 25-jährige Aussenverteidiger 2020 zum OGC Nizza in die Ligue 1 wechselte. Dort ist er seit längerem Stammspieler.

Thorsten Schick blieb nach dem historischen Meistertitel 2018 noch ein Jahr bei YB. 2019 kehrte er zurück in seine Heimat – der 33-Jährige wechselte zum Traditionsverein Rapid Wien, wo er bis heute unter Vertrag steht.

Roger Assalé gehörte bei den Young Boys trotz seiner Körpergrösse von 1,67 Metern zu den ganz Grossen. Der wirblige Stürmer sorgte mit seinen Dribblings und seinen Toren in der Super League immer wieder für Aufsehen. Nachdem der Ivorer 2020 zum CD Leganés ausgeliehen wurde, ging seine Karriere jedoch eher bergab. Nach dem Transfer zum Dijon FCO wurde er für eine Saison an Werder Bremen ausgeliehen, 2022 kehrte er zu Dijon zurück. Dort kommt er kaum noch zum Zug, obwohl der Club nur noch in der dritthöchsten Liga spielt.

Gregory Wüthrich spielte bei YB nie die Rolle, die er sich gewünscht hätte. 2019 wechselte der 29-Jährige zu Perth Glory. 2020 folgte der Wechsel von Australien nach Österreich. Bei Sturm Graz hat er sich zum unumstrittenen Stammspieler gemausert.

Kasim Adams spielte nur eine Saison für die Young Boys – und durfte gleich den ersten Meistertitel nach 32 Jahren mitfeiern. Danach wurde er zur TSG Hoffenheim transferiert. Nach Leihen zu Düsseldorf und Basel spielt der Ghanaer seit letztem Sommer wieder bei den Sinsheimern.

Alexandre Letellier stiess im Januar 2018 per Leihe zu den Bernern und war für fünf Monate Ersatzgoalie, da sich David von Ballmoos verletzt hatte. Letellier kam für YB nur in einem Spiel zum Einsatz. Seit 2020 ist der 33-Jährige fünfter Torhüter bei PSG.

Der einzige YB-Spieler, der nebst Goalie Dario Marzino in der Meistersaison 2018 zu keinem einzigen Einsatz kam, ist Léo Seydoux. Mittlerweile spielt der 25-Jährige beim niederländischen Zweitligisten FC Dordrecht.

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veröffentlicht: 17. Januar 2024 11:46
aktualisiert: 17. Januar 2024 11:46
Quelle: BärnToday

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