Russland

Berner Bus landet in Ukraine-Krieg – Unternehmen distanziert sich

· Online seit 21.10.2022, 20:51 Uhr
Auf einem russischen Youtube-Kanal ist das Bild eines Busses einer Berner Firma zu sehen. Das Unternehmen distanziert sich vom Bild, der Bus sei wahrscheinlich mehrmals weiterverkauft worden.
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Bei Fotos, welche junge Russen vor ihrer Reise an die Front zeigen, ist ein Bus des Reiseunternehmens «Dysli Bern» zu sehen. Die Aufnahmen stammen aus einem Video des russischen Youtube-Kanals «1420», welcher Interviews und Bilder aus Russland rund um den Ukraine-Krieg veröffentlicht.

Das Reiseunternehmen könne es selbst nicht fassen. «Davon distanzieren wir uns», sagt Teilinhaber Marc Dysli gegenüber «Blick». Das Unternehmen habe nichts damit zu tun. Der Bus sei bis Ende 2011 im Einsatz gewesen und dann an einen Bushändler verkauft worden.

Die Schriftzüge des Unternehmens hätten entfernt werden sollen, was allerdings nicht passiert ist, wie im Video deutlich zu sehen ist. «In unseren Kauf- respektive Verkaufsverträgen steht ganz klar, dass der Käufer sämtliche Schriften zu entfernen hat», so Dysli. Man prüfe jetzt Schritte gegen den Käufer.

Es sei gut möglich, dass der Bus weiterverkauft worden sei, bevor er in Russland landete. Deshalb gibt sich Dysli nicht sehr optimistisch, was die Chancen angeht, dass die Schriftzüge noch entfernt werden.

(pfl)

veröffentlicht: 21. Oktober 2022 20:51
aktualisiert: 21. Oktober 2022 20:51
Quelle: BärnToday

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