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Das sind die besten Berner Orte, um Sternschnuppen zu sehen

Perseiden-Nacht

Das sind die besten Berner Orte, um Sternschnuppen zu sehen

11.08.2023, 08:57 Uhr
· Online seit 08.08.2022, 08:14 Uhr
Hunderte Sternschnuppen in einer Nacht – am 12. August ist es möglich. Dann ist der Höhepunkt der Perseiden. An diesen Berner Orten kannst du das Sternschnuppen-Spektakel am besten bestaunen.
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Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen. Im August gibt es jeweils gleich Hunderte Sternschnuppen zu sehen – in unseren Breitengraden ist das Himmelsphänomen der «Perseiden» besonders gut sichtbar. Dieses Jahr ist der Höhepunkt vom 12. auf den 13. August gegen drei Uhr nachts. Bei gutem Wetter und mit etwas Glück kann man Dutzende Sternschnuppen pro Stunde sehen.

So hast du in der Stadt einen guten Blick auf die Sterne

«Ein Sitzplatz oder ein Balkon ohne viel Licht in der Umgebung kann schon reichen», schlägt Marcel Prohaska, Bereichsleiter der Sternwarte Sirius, vor. Denn: «Von grösster Wichtigkeit ist ein dunkler Beobachtungsplatz und ein freier Blick auf den Himmel.»

Wenn du dir unsicher bist, wohin, gehst du am besten aus der Stadt hinaus auf den nächsten Hügel oder Berg. Da ist die Chance schon gross, dass du einige Sternschnuppen siehst.

Besonders gut eignet sich der Gurten, um die Perseiden zu beobachten. Der Astronomieabend in der neu installierten Sternwarte auf dem Berner Hausberg ist allerdings seit einer Weile ausgebucht.

Wem der Gurten generell zu städtisch ist, kann auf den Längenberg laufen und von dort aus die Sternschnuppen geniessen.

Die Berge bieten schöne Sternen-Schauplätze

Einige gute Perseiden-Plätze sind etwas weiter weg. So ist der Naturpark Gantrisch ein beliebter Sternbeobachtungsplatz, da er weitab von Stadt und Lichtern liegt. Im Gantrisch soll ausserdem im Herbst 2023 das Observatorium Space-Eye mit dem grössten Teleskop der Schweiz eröffnet werden.

Ein fast schon magischer Ort, um die Perseiden zu beobachten oder zu fotografieren ist das Gantrischseeli. Eine knappe halbe Stunde zu Fuss vom Türliboden Parkplatz ist das Gantrischseeli gelegen. Der See ist etwas tiefer gelegen, dadurch entsteht weniger störende Lichtverschmutzung. Fast schon surreal wirkt der Nachthimmel dank der Verdopplung durch die Reflexion des Wassers. Eine Bank zum Verweilen steht auch schon bereit.

Marcel Prohaska von der Sternwarte empfiehlt: «Ein ganz spezieller Ort ist der Gurnigel: zum Beispiel auf dem grossen Platz neben der Stierenhütte – ein beliebter Ort für Amateurastronomen.»

Die Sternwarte Sirius in Schwanden bietet nicht nur eine gute Aussicht auf den Himmel, sondern auch auf den Thunersee und das Berner Oberland. Ganz nah davon: die Schulsternwarte Steffisburg. Dort gibt es auf Anfrage eine Führung.

Auch bei der Mont-Soleil Sternwarte im Berner Jura ist es ruhig und die Sicht wunderbar – zumindest, wenn das Wetter mitspielt.

Wo warst du? Schick uns deine Sternennacht-Fotos ein.

Tipps für eine gemütliche Sternschnuppennacht

  • Nimm eine Decke mit. Denn im Liegen ist Sterne schauen am gemütlichsten.
  • Check das Wetter vorher – im August kann es in der Nacht auch mal kühl werden.
  • Schau nicht zu oft auf dein Smartphone. Je länger sich deine Augen an die Dunkelheit gewöhnen, desto besser kannst du den Himmel sehen. Und mit jedem Blick aufs Handy beginnt dieser Prozess von Neuem.

Die Sternschnuppen der Perseiden scheinen alle aus dem Sternbild des Perseus «herauszukommen». «Um Mitternacht sind sie im Nordosten direkt über dem Horizont zu sehen», erklärt der Experte. Der Perseus befinde sich links vom Sternbild der Andromeda, unterhalb des Sternbildes der Kassiopeia, präzisiert Prohaska.

Sterne geniessen – ohne Störenfried Mond

Je dunkler, desto besser ist die Sicht auf die Sterne. In Bern geht die Sonne in dieser Nacht kurz vor neun Uhr unter. Aber das wäre laut Marcel Prohaska zu früh: «Vor 22 Uhr ist es noch zu hell. Ab 22.30 Uhr sollte es klappen.»

Der Mond geht kurz vor drei Uhr auf. Dieses Jahr wird er für Sternenliebhaber nicht zum Problem: Den Vollmond war am 1. August, derzeit ist er abnehmend. Letztes Jahr war der Mond ein Störfaktor, denn genau am 12. August war Vollmond. Weil das Wetter gut werden soll und der Himmel klar, sollte man die Sternschnuppen gut sehen können.

Bis zum 9. August könne man aber warten, bis der Mond untergegangen ist, und in der späten Nacht die Perseiden beobachten – ohne Störfaktor.

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veröffentlicht: 8. August 2022 08:14
aktualisiert: 11. August 2023 08:57
Quelle: BärnToday

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