Tierpark Bern

Freiwillig mehr zahlen – für die Artenvielfalt

· Online seit 20.10.2022, 11:26 Uhr
Der Tierpark Bern setzt sich für den Natur- und Artenschutz ein. Um diese Bemühungen zu unterstützen, wird ab 2023 der Naturschutzfranken eingeführt. Diesem Vorhaben hat der Gemeinderat zugestimmt.
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Der Tierpark Bern will in Zukunft auf einen sogenannten «Naturschutzfranken» setzen, um Geld für den Natur- und Artenschutz zu sammeln. Der Berner Gemeinderat hat diesem Vorhaben am Mittwoch zugestimmt. Beim Naturschutzfranken handelt es sich um einen freiwilligen Aufpreis von einem Franken. Dieser wird automatisch zum Eintrittspreis dazugerechnet, so kostet die Tageskarte für eine erwachsene Person neu 11 statt 10 Franken. Will jemand auf den Beitrag verzichten, wird der Spendenbeitrag vom Eintritt abgezogen.

Dies sei so entschieden worden, weil Erfahrungen aus anderen zoologischen Einrichtungen gezeigt hätten, dass rund 90 Prozent aller Besuchenden einen freiwilligen Aufpreis bezahlen würden, wie der Gemeinderat in einer Medienmitteilung kommuniziert. Der Naturschutzfranken wird im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 eingeführt.

Zweckgebundener Fonds

Der Tierpark Bern setze sich dafür ein, Menschen für Tiere und deren Lebensräume zu begeistern sowie komplexe Sachverhalte verständlich zu machen und so die Menschen für einen sorgsamen Umgang mit der Natur- und Tierwelt zu sensibilisieren. Mit dem neuen Naturschutzfranken hätten Besucherinnen und Besucher nun die Möglichkeit, diese Aktivitäten auf freiwilliger Basis zu unterstützen. Die Mehreinnahmen durch den Naturschutzfranken fliessen zweckgebunden in einen Fonds und werden vom Tierpark vollumfänglich für Aktivitäten im Natur- und Artenschutz verwendet.

Wahrnehmung der Öffentlichkeit

Der Gemeinderat zeigte sich einverstanden mit dem Vorhaben und verabschiedete eine entsprechende Verordnung. «Der Naturschutzfranken trägt dazu bei, dass im Tierpark Bern Themen wie der Erhalt der Biodiversität oder der Artenschwund von der Öffentlichkeit noch stärker wahrgenommen werden», sagt Gemeinderat Reto Nause.

(pfl)

veröffentlicht: 20. Oktober 2022 11:26
aktualisiert: 20. Oktober 2022 11:26
Quelle: BärnToday

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