Mehr Diebstähle

In Berner Badis sind Langfinger unterwegs

9. August 2022, 16:53 Uhr
In den letzten Monaten häufen sich Diebstähle in den Berner Badis. Das Personal kann dabei nur bedingt helfen. Besonders im Marzilibad sollte man vorsichtig sein.
In Berner Badis wird mehr geklaut.
© KEYSTONE/Anthony Anex

Badespass mit Schrecken: In Berner Badis ist in diesem Sommer mehr gestohlen worden als in anderen Jahren. Dies bestätigt Lena Zurbuchen, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern. «Wenn man die Monate Mai bis Juli anschaut, stellen wir einen Anstieg der Meldungen zu Diebstählen in den Freibädern fest.» Ein Vergleich mit den letzten beiden Jahren sei allerdings schwierig, da viele Freibäder wegen Corona geschlossen waren. Und dieses Jahr spiele auch das schöne Wetter eine Rolle: «Wenn es so warm ist, hat es mehr Leute in der Badi und dies kann auch zu mehr Diebstählen führen.»

Geklaut würden logischerweise vor allem unbeaufsichtigte Gegenstände. «Deshalb empfehlen wir, die Wertsachen in Schliessfächern zu deponieren», rät Zurbuchen. Die Schlüssel zu den Fächern soll man möglichst auf sich tragen. Ausserdem gelte: «Verdächtige Beobachtungen dem Badi-Personal oder der Polizei melden.»

Prävention durch Information

Dem Badi-Personal ist das Problem bereits bekannt: «Leider haben wir auch festgestellt, dass Diebstähle vermehrt vorgekommen sind», erklärt Silvye Schönbauer, Stellvertretende Anlagenchefin im Marzili- und Lorrainebad. Besonders im Marzili sei dies der Fall. Aus diesem Grund würden nun die Badegäste über das Risiko informiert. Die Verantwortlichen haben Flyer der Kantonspolizei aufgehängt und weisen die Badegäste darauf hin, dass es möglich sei, im Freibad Schliessfächer zu mieten.

Nicht die Hauptaufgabe des Badi-Personals

Wird dennoch jemandem etwas gestohlen, kann das Badi-Personal nicht viel tun: «Wir sagen den Bestohlenen, dass sie die Polizei informieren sollen. Wir selbst haben andere Aufgaben, die wir erledigen müssen und können nicht mit der Polizei telefonieren», erklärt Schönbauer. «Wir bieten aber natürlich den Opfern die Möglichkeit, unser Telefon zu benutzen, sollte ihr eigenes auch gestohlen worden sein.» Bademeisterinnen und Bademeister könnten zwar punktuell Beobachtungen machen, müssten sich aber auf andere Aufgaben konzentrieren: «Unsere Hauptaufgabe bleibt die Wasseraufsicht.»

(pfl)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 9. August 2022 16:57
aktualisiert: 9. August 2022 16:57
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