Vertrauen missbraucht

Aufgepasst vor Betrug bei Online-Inseraten

13. Oktober 2022, 10:34 Uhr
Viele Leute suchen über Webseiten wie Tutti.ch nach einem neuen Sofa oder wollen ihren alten Gartentisch verkaufen. Bei diesen Inseraten ist jedoch Vorsicht geboten. Immer wieder kommt es zu Betrugsfällen.

Quelle: TeleBärn

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«Es löst in erster Linie Wut aus», sagt ein betrogener TeleBärn-Zuschauer. «Ich weiss nicht, ob ich in nächster Zeit noch was auf Tutti kaufen werde.» Für 200 Franken hat er etwas gekauft, das er aber nie erhalten hat.

Letztes Jahr erfasste die Kantonspolizei Bern rund 1200 solcher Betrugsfälle. Bei fast der Hälfte konnte die Polizei die Täterschaft aber ermitteln. Digital- und Telecom-Experte Jean-Claude Frick rät, Waren nicht im Voraus zu bezahlen und auch nichts zu verschicken, ohne Geld erhalten zu haben.

Viele Betrügerinnen und Betrüger würden leider nicht erwischt, so Frick. «Leider ist es relativ professionell organisiert und sie schauen, dass sie anonym bleiben können.»

Auf Anfrage erklärt Tutti.ch: «Obwohl die Mehrheit der Transaktionen problemlos verlaufen, kommt es auf Online-Marktplätzen – und so leider ebenso bei uns – auch zu Betrugsfällen. Dank unserer intensiven Bemühungen bleiben Handlungen mit betrügerischen Absichten jedoch die Ausnahme.» Dabei sei man auch auf Hinweise aus der Community angewiesen. Wenn betrügerische Taten festgestellt werden, werden die entsprechenden Konten gesperrt und die Inserate entfernt, heisst es weiter. 

(dak)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 13. Oktober 2022 05:41
aktualisiert: 13. Oktober 2022 10:34