Demonstrationen

Bauernproteste in Schweiz angekommen: So sieht die Situation im Kanton Bern aus

· Online seit 06.02.2024, 21:09 Uhr
Es brauche bessere Konditionen und Preise für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, fordern die Bäuerinnen und Bauern in Europa seit Wochen. Am Wochenende gingen die Landwirtinnen und Landwirte auch im Baselbiet und in der Westschweiz auf die Strasse. Wird es auch im Kanton Bern bald Proteste geben?

Quelle: TeleBärn

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Die Bauern in Europa sind unzufrieden – in Frankreich und Deutschland haben sie in den vergangenen Wochen protestiert. Die Bauernproteste haben auch die Schweiz erreicht. Rund 30 Bauern fuhren am Samstagmorgen mit ihren Traktoren in die Stadt Genf, um eine gerechte Entlöhnung für ihre Arbeit zu fordern. Im Baselbiet waren an einer Protestfahrt ebenfalls 30 bis 40 Traktoren beteiligt.

Jürg Iseli, der Präsident des Berner Bauernverbands, kann nachvollziehen, dass die Bäuerinnen und Bauern eine Veränderung wollen. «Gehen die Bauern auf die Strasse, haben sie einen relativ hohen Leidensdruck.» Die Proteste zeigen, dass es rumore.

Förderung der Landwirtschaft

Im Kanton Bern – insbesondere im Berner Jura – drehten Bauern Ortsschilder um, wie Ajour berichtete. Damit solidarisierten sich die hiesigen Landwirtinnen und Landwirten mit den Bauernprotesten.

Im Kanton Bern gibt es sonst aktuell keine Protestaktionen. Würden solche stattfinden, würde sich Jürg Iseli den Protesten anschliessen. Die zukünftige Landwirtschaft müsse gefördert und unterstützt werden.

Die Situation in der Schweiz sei weniger dramatisch als im Ausland. Aber die Bauern stünden auch hier schon seit Jahren unter Druck. In der Schweiz und auch europaweit seien vor allem das Verhältnis der steigenden Produktionskosten und der gleichbleibenden Preise für die Konsumenten ein Problem.

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Faire Löhne

Auch die Vereinigung der Kleinbauern im Kanton Bern ist unzufrieden. Ob sie an einer Protestaktion teilnehmen würden, ist noch offen. «Für uns ist es wichtig, dass die Bäuerinnen und Bauern ein faires und kostendeckendes Einkommen erhalten für ihre Arbeit und ihre Produkte, die sie herstellen. Dies ermöglicht, auf die Natur, die Ökologie, auf das Klima Rücksicht zu nehmen bei ihren Aktivitäten und bei ihrer Arbeit», sagt Stephan Tschirren von der Kleinbauern-Vereinigung.

(sst)

veröffentlicht: 6. Februar 2024 21:09
aktualisiert: 6. Februar 2024 21:09
Quelle: BärnToday

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baerntoday@chmedia.ch