Massentourismus

Jungfraubahn-Gruppe knackt Rekorde

04.01.2024, 12:41 Uhr
· Online seit 04.01.2024, 08:52 Uhr
Die Jungfraubahn-Gruppe hat sich im Jahr 2023 weiter spürbar von der Corona-Krise erholt. Erstmals seit Ausbruch der Pandemie kamen wieder über eine Million Besucher auf das Jungfraujoch. Der Start in die Wintersaison verlief zudem historisch gut.
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Insgesamt wurden letztes Jahr 1'007'000 Gäste auf das Jungfraujoch befördert. Das sind 61 Prozent mehr als im noch immer stark von der Pandemie beeinträchtigten Vorjahr. Zum Rekordjahr 2019, als es letztmals mehr als eine Million Besucher waren, fehlten nur 4,6 Prozent.

Damit ist der Gruppe ein Steigerungslauf gelungen. Noch zum Halbjahr ging Konzern-Chef Urs Kessler nicht davon aus, dass die Millionen-Marke schon wieder erreicht wird. Wie die Jungfraubahn-Gruppe mitteilt, sei die starke Zunahme besonders bei Gästen aus Südostasien, Indien und den USA festzustellen. Auch habe die Zahl der Touristen aus China und Japan zugenommen.

Neue Rekorde bei Harder- und Firstbahn

Bei der Harderbahn wurde mit 825'000 Berg- und Talfahrten gar ein neuer Rekord aufgestellt. Bei der Firstbahn resultierte mit gut 842'000 Besuchern ein Plus von 27 Prozent und ebenfalls ein Rekord. Und auf der Strecke Grindelwald Terminal und dem Eigergletscher seien im Jahr 2023 erstmals über zwei Millionen Gäste mit dem Eiger Express gereist.

Die Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren zählte derweil knapp 452'000 Gäste. Das sind 24 Prozent mehr als im Vorjahr, obwohl der Bahnbetrieb wegen Erneuerungsarbeiten mehrmals für einige Wochen eingestellt werden musste, wie es heisst.

Bereits über 200'000 Ski-Fahrer in Wintersaison 2023/24

Der Start in die Wintersaison 2023/24 verlief dem Unternehmen zufolge zudem «erfreulich». Seit dem Saisonstart am 2. Dezember war der Wintersportbetrieb durchgehend offen. Bis zum Jahresende registrierte die Jungfrau Ski-Region 207'800 sogenannte «Skier Visits». Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 28 Prozent und sei der beste Start in eine Wintersaison der Geschichte.

Im Berner Oberland ist der Tourismusboom immer wieder ein heisses Thema, besonders um das Schlagwort «Ouvertourism». Auch Tourismus-Experte André Lüthi sagt, dass es an einigen Hotspots «viel zu viel» habe. «Da muss man anfangen, mit Kontingenten zu arbeiten», so Lüthi.

Was die Einheimischen in Interlaken zum Massentourismus sagen, siehst du im Video:

Quelle: BärnToday / Nicola Lohri / Warner Nattiel

(dak/sda)

veröffentlicht: 4. Januar 2024 08:52
aktualisiert: 4. Januar 2024 12:41
Quelle: BärnToday

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