Jahresabo für Bergbahnen

Magic Pass expandiert ins Ausland – auch drei neue Berner Gebiete stossen zum Verbund

· Online seit 12.03.2024, 11:35 Uhr
Rund 180'000 Personen haben sich in der laufenden Saison einen Magic Pass gekauft. Das ist ein Anstieg von neun Prozent. Ab Mai sind insgesamt 37 Sommerdestinationen und im kommenden Winter 80 Skigebiete mit der Karte zugänglich – neben drei kleinen Berner Skigebieten stossen auch Destinationen aus Italien zum Magic-Pass-Verbund.
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Vor rund sieben Jahren, 2017, wurde der Magic Pass ins Leben gerufen. Per neuer Saison ab Mai zählt der Verbund nun 37 Sommer- und 80 Winterdestinationen – denn die Expansion geht weiter, unter anderem im Bernbiet. Der Magic Pass ist nächsten Winter auch bei den Berner Skiliften Schwanden, Wilerallmi und Homberg gültig. 2021 waren erstmals drei Berner Gebiete aus dem Diemtigtal zum Verbund gestossen, inzwischen sind es 25.

Das Interesse am Abo ist entsprechend gestiegen: «Im Kanton Bern besitzen über 20'000 Personen ein Abonnement von uns», sagt Erich Klauwers, der beim Verbund für die Deutschschweiz zuständig ist. 2021 hatten lediglich 5000 Bernerinnen und Berner einen Magic Pass.

Grosse Konkurrenz im Berner Oberland

Trotz Wachstum im Kanton Bern bleibt der Markt für die Magic-Pass-Verantwortlichen eine Herausforderung. Denn bei diesem handelt es sich, und das gibt auch Klauwers zu, im Vergleich mit der Konkurrenz um eher kleinere Skilifte.

Mit einigen Ausnahmen sind die Orte zudem relativ tief gelegen und in einem schlechten Winter können die Anlagen überhaupt nicht laufen. Der Magic Pass sei trotzdem sehr schneesicher, betont Klauwers. «Mit Saas-Fee im Wallis und dem Glacier 3000 bei Gstaad gehören zwei Gletschergebiete zum Verbund», betont er. In Bern könne man aktuell auf der Axalp oberhalb Brienz sehr gut Ski und Snowboard fahren.

Die grossen Skigebiete im Berner Oberland gehören zu einem anderen Abo-Verbund, dem Top4 mit den Gebieten Adelboden-Lenk, Meiringen-Hasliberg, Gstaad-Saanenland und der Jungfrauregion. Im Dezember hatten sich rund 33'000 Leute ein Top4-Abo gesichert.

Ein Vergleich mit den grossen Gebieten sei schwierig, das Top4 sei ein ganz anderes Angebot, sagt Erich Klauwers. «Das Top4-Abo richtet sich an die Viel-Skifahrer im Oberland. Wir sind ein Ganzjahresangebot, das über den Wintersport hinausgeht und ein Jahr gültig ist.»

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Magic Pass in Frankreich und Italien

Im Wallis sind mit Crans-Montana, das seine Zusammenarbeit mit dem Magic-Pass-Verbund für den Winter 2024/2025 verlängert hat, mit Saas Fee oder Grimentz-Zinal grosse Wintersport-Gebiete Teil des Abos. Entsprechend ist das Angebot in der Westschweiz deutlich beliebter als in Bern: Von den insgesamt 180'000 Abo-Besitzerinnen und Abo-Besitzern stammt eine Mehrheit aus dem Kanton Waadt (55'000 Abos), gefolgt vom Wallis (36'000 Abos) und dem Kanton Freiburg (35'000 Abos).

Per nächster Saison ist der Magic Pass erstmals in Gebieten in Italien gültig. San Domenico und Alpe Devero, die beide eine Stunde, nördlich von Mailand liegen, haben eine Kooperation abgeschlossen. In Frankreich, wo bisher eine Destination zum Magic Pass dazugehört hat, konnten drei weitere Gebiete dazugewonnen werden.

Eine Expansion sei weiterhin das Ziel, allerdings nicht um jeden Preis. Eine Ausweitung etwa ins Bündnerland oder in die Innerschweiz ist nicht ausgeschlossen. Der Fokus liege aber nach wie vor auf dem Westen der Schweiz.

Trotz grösserem Angebot für die Magic-Pass-Kundschaft ist eine Preiserhöhung aktuell noch kein Thema, sagt Klauwers. «Wenn wir neue Bergbahnen ins Boot holen, erschliessen wir jeweils neue Kundenstämme.» Wer als erwachsene Person das neue Abo ab heute bis Ende April kauft, bezahlt weiterhin 399 Schweizer Franken. Je später man den Magic Pass kauft, desto teurer wird er.

veröffentlicht: 12. März 2024 11:35
aktualisiert: 12. März 2024 11:35
Quelle: BärnToday

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