75 Millionen Franken teurer

Sanierung des alten Lötschberg-Tunnels kostet mehr als erwartet

21.06.2023, 10:47 Uhr
· Online seit 21.06.2023, 10:34 Uhr
Das Bahntechnik-Unternehmen Rhomberg wird die Sanierung des Lötschberg-Scheiteltunnels voraussichtlich bis Ende 2024 fertigstellen. Die Bauarbeiten für die Sanierung des rund 15 Kilometer langen Tunnels kosten gemäss heutigem Kenntnisstand insgesamt 180 Millionen Franken. Das sind 75 Millionen Franken mehr als berechnet.
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Die Erneuerung der Fahrbahn im Südabschnitt des Lötschberg-Scheiteltunnels kostet 75 Millionen Franken mehr, als 2018 beim Baustart bei den Gesamtkosten berechnet wurde. Dies gibt die BLS am Mittwoch bekannt. 

Mit rund CHF 40 Millionen sei ein grosser Teil dieser Mehrkosten auf Nachforderungen der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Marti zurückzuführen, welche die Fahrbahn auf 13,5 der 15 Kilometern saniert. Zusätzliche Kosten seien durch unvorhergesehene Ereignisse entstanden. So seien die Bauarbeiter etwa auf einer Länge von rund 330 Metern auf so genanntes Sohlgewölbe gestossen, was zu Mehraufwand und Mehrkosten geführt habe. Ebenfalls Mehrkosten generiert hätten Wassereinbrüche im regenreichen Sommer 2021, teilt die BLS mit. Die Kosten seien aber auch aufgrund der Teuerung gestiegen.

Auftrags-Vergabe an Rhomberg Sersa Rail Group

Die BLS hat die ARGE Rhomberg Sersa Rail Group unter der Federführung des Bahntechnik-Unternehmens Rhomberg mit der Erneuerung der Fahrbahn im Südabschnitt des Lötschberg-Scheiteltunnels beauftragt. 

Das Bahnunternehmen hat die Arbeiten gemäss den Vorgaben des öffentlichen Beschaffungsrechts ausgeschrieben und die Vergabe am Mittwoch auf der Plattform Simap publiziert.

Die ARGE Rhomberg wird die alte Schotterfahrbahn auf den letzten 1,3 Kilometern am südlichen Ende des Tunnels durch eine moderne Betonfahrbahn ersetzen. Dies koste knapp 11 Millionen Franken.

Sanierung voraussichtlich Ende 2024 abgeschlossen

Im Herbst 2023 wird die ARGE Marti die Sanierungsarbeiten auf den 13,5 Kilometern des Tunnels abgeschlossen haben und danach den Installationsplatz in Kandersteg zurückbauen. Für die Sanierung des Südabschnitts wird die ARGE Rhomberg den Installationsplatz beim südlichen Tunnelportal einrichten. So sind die Anfahrtswege auf die Baustelle kurz und der Betrieb der Autoverladezüge zwischen Kandersteg und Goppenstein wird nur marginal eingeschränkt. Die BLS rechnet damit, dass die Bauarbeiten Ende 2024 abgeschlossen werden können.

(pd/lae)

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veröffentlicht: 21. Juni 2023 10:34
aktualisiert: 21. Juni 2023 10:47
Quelle: BärnToday

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