Berner Filialen

Verkauf von SportX und Melectronics: So treffen die Migros-Pläne den Kanton Bern

· Online seit 07.02.2024, 09:50 Uhr
Vergangene Woche hat die Migros ihre grossen Umbaupläne verkündet und damit den Abbau von bis zu 1500 Stellen. Die Migros will unter anderem Melectronics und SportX abstossen – im Kanton Bern sind 15 Filialen betroffen.
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Die Verkaufspläne der Migros treffen auch den Kanton Bern. Die Migros Aare verfügte Stand Ende 2023 in Bern über neun Melectronics- und sechs SportX-Filialen.

Letztere Zahl sei 2023 unverändert geblieben, Neueröffnungen habe es keine gegeben – bei Melectronics sei eine Filiale geschlossen und ein Standort in einen Supermarkt integriert worden, teilt die Migros Aare auf Anfrage mit. Rund 150 Vollzeitstellen entfallen im Kanton Bern auf die beiden Fachmärkte Melectronics und SportX.

Zukunft von SportX in Berner Einkaufszentren

Ob die Migros am SportX-Angebot in ihren beiden grossen Einkaufszentren «Shoppyland Schönbühl» und «Westside» festhält, ist nicht klar. Die Migros Aare schreibt, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft dazu geben könne. Diese Frage stellt sich, da mit Decathlon in den Shoppingzentren auch ein direkter Konkurrent der Noch-Migros-Tochter SportX eingemietet ist.

Die Koexistenz der beiden Sportartikelherstellern habe sich bewährt – das spiegele sich auch in den Besucherzahlen wider, schreibt die Migros Aare. «Mit einer grösseren Auswahl kann besser auf die Kundenbedürfnisse eingegangen werden kann.»

Inwiefern sich der Umsatz von SportX seit der Eröffnung von Decathlon in den Einkaufszentren verändert hat, gibt die Migros Aare nicht bekannt. Sie mache keine Angaben über einzelne Filialen oder Standorte. Der Wettbewerb sei durch den Eintritt von Decathlon aber deutlich intensiver geworden.

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Paukenschlag Anfang Februar

Der Detailhandelskonzern hat am Freitag bekannt gegeben, dass er neue Besitzer sucht für Hotelplan, die Kosmetik- und Hygienetochter Mibelle sowie für Melectronics und SportX.

Die aktuelle Fokussierung werde bei der Migros Gruppe zu einem Abbau von bis zu 1500 Vollzeitstellen führen, hiess es in einer Mitteilung. Es sei aber das Ziel, Kündigungen möglichst zu vermeiden. Allein in der Migros-Gruppe gebe es aktuell rund 1400 offene Stellen, wurde betont.

(sst)

veröffentlicht: 7. Februar 2024 09:50
aktualisiert: 7. Februar 2024 09:50
Quelle: BärnToday

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