Länger ins Gefängnis

Versuchter Mord in Brügg – Beschuldigter fechtet Urteil an und erhält 10 statt 7,5 Jahre

· Online seit 26.07.2023, 09:43 Uhr
Der Mann, der 2021 in Brügg versucht haben soll, seine Ex-Frau zu ermorden, muss länger ins Gefängnis, als das Regionalgericht 2022 angeordnet hatte. Nachdem er das ursprüngliche Urteil angefochten hatte, wurde er diese Woche vom Berner Obergericht zu einer Freiheitsstrafe von zehn statt siebeneinhalb Jahren verurteilt.
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Der Mann hatte im Januar 2021 versucht, seine Ex-Frau mit einem Gürtel zu erdrosseln, wie das Portal «Ajour» schreibt. Diese konnte sich jedoch befreien und fliehen. Sie trug leichte Rötungen am Hals davon.

Der Beschuldigte wurde vom Regionalgericht Berner Jura-Seeland vor einem Jahr wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt. Der kosovarische Staatsbürger akzeptierte das Urteil jedoch nicht, weshalb der Fall ans Berner Obergericht weitergezogen wurde. Nun steht fest: Für den Mann kommt es noch schlimmer.

Statt der ursprünglichen siebeneinhalb Jahre muss der Beschuldigte nun wegen versuchten Mordes für zehn Jahre ins Gefängnis – zweieinhalb Jahre davon hat er bereits abgesessen. Dazu kommen eine Geldstrafe von 4500 Franken sowie 1800 Franken Schadenersatz und 20'000 Franken Genugtuung an seine Ex-Frau. Zudem muss er ihre noch anfallenden Therapiekosten bezahlen. Nach der abgesessenen Freiheitsstrafe muss der Kosovare die Schweiz für zehn Jahre verlassen.

(raw)

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veröffentlicht: 26. Juli 2023 09:43
aktualisiert: 26. Juli 2023 09:43
Quelle: BärnToday

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