Tochter an Leukämie verloren

«Man kann einen Moment lang locker lassen»: Betroffener erzählt, wie ein Kinderhospiz entlastet

10. September 2022, 21:11 Uhr
Am Sonntag sammelt die Krebsforschung am «Race for Life» in Bern Spenden für Betroffene, auch für das erste Kinderhospiz der Schweiz «Allani». Ein Vater, der seine zweieinhalbjährige Tochter an Leukämie verlor, erzählt, wie das Hospiz half, die Familie in den letzten Wochen zu entlasten.

Quelle: TeleBärn

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Die kleine Launora erhielt eine Leukämie-Diagnose als sie nur 10 Monate alt war. Spitalaufenthalte wurden zur Normalität. «Sie ging sogar gerne ins Spital», erzählt Vater Mathias Oberli. Die Zimmertür sei immer offen gewesen, sie habe dort laufen gelernt. «Sie war eine kleine Prinzessin auf der Station.»

Chemotherapie und Stammzelltransplantation brachten aber keine langfristige Besserung. Nach zwei Rückschlägen verbrachte das Mädchen ihre letzten Monate in Palliative-Behandlung zu Hause bei ihren Eltern. Die Eltern wurden stark von einer Ärztin unterstützt, dennoch bedeutet eine solche Situation eine Zusatzbelastung.

Angebote für Betroffene gibt es nicht viele. «Ich habe das Allani gefunden, das sich im Aufbau befindet.» Trotzdem wurde Familie Oberli vom Kinderhospiz ein Entlastungswochenende angeboten. So konnten die Eltern kurz aufatmen. «Man kann die Tochter bei ihnen lassen, und sie wissen wie reagieren, wenn etwas wäre», erzählt Oberli. Der Austausch habe Halt gegeben.

Jedes Jahr werden 43'000 Leute in der Schweiz mit Krebs diagnostiziert. Am Sonntag findet auf dem Bundesplatz die Benefiz-Veranstaltung «Race for Life» statt, an der die Krebsforschung Geld für Betroffene sammelt.

(ape)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 10. September 2022 20:47
aktualisiert: 10. September 2022 21:11