Naphthalin-behaftete Schulanlage

«Pro Schule Belp» kämpft für ein Ja zum Neubau des Schulhauses Mühlematt

· Online seit 24.10.2022, 20:26 Uhr
Die Gemeinde Belp stimmt am 27. November über den Projektierungskredit zum Neubau des Schulhauses Mühlematt ab. Mit «Pro Schule Belp» will eine parteiunabhängige Allianz das Ja durchbringen, um die Naphthalin-behaftete Anlage zu erneuern.
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Am 27. November stimmen die Einwohnerinnen und Einwohner von Belp über den Projektierungskredit zum Neubau des Schulhauses Mühlematt ab. Das Ja-Lager erhält nun Unterstützung durch die Kampagne «Pro Schule Belp». Diese will die Gründe darlegen, weshalb die Schulanlage erneuert werden sollte. Die parteiunabhängige Kampagne besteht aus Einwohnerinnen und Einwohnern, Mitgliedern des Elternrats und der Bildungs- und Kulturkommission, ehemaligen Lehrpersonen sowie ehemaligen Schülerinnen und Schülern aus dem betroffenen Schulhaus.

Parteiunabhängige Kampagne nimmt Steuererhöhung in Kauf

Der Neubau des Schulanlage Mühlematt würde gemäss Mitteilung von «Pro Schule Belp» 78 Millionen Franken kosten und für die Bürgerinnen und Bürger Belps höchstwahrscheinlich eine Steuererhöhung bedeuten. Diese sei jedoch nicht ausschliesslich durch den Neubau des Schulhauses bedingt, schreibt «Pro Schule Belp» in einer Medienmitteilung.

Weil die ursprüngliche Revision zur Ortsplanung im Herbst letzten Jahres abgelehnt wurde, brauche es bei der bevorstehenden Urnenabstimmung nicht nur ein Ja zum Projektierungskredit, sondern zusätzlich ein Ja zur überarbeiteten Ortsplanungsrevision. Nur mit einem doppelten Ja könne der nächste Schritt zur Realisierung einer neuen Schulanlage Mühlematt gemacht werden, schreibt «Pro Schule Belp».

Das Ja zum Projektierungskredit sei auch deshalb notwendig, weil  ein Neubau längerfristig kostengünstiger und die Unterhaltskosten tiefer wären.

Schulanlage mit Naphthalin behaftet

Die Gemeindeversammlung Belp hatte am 3. September 2020 mit über 60 Prozent Ja-Stimmen dem Antrag des Komitees «Neubau Schulanlage Mühlematt» zugestimmt, die mit dem Feststoff  Naphthalin behaftete Schulanlage nicht nur zu renovieren, sondern komplett zu ersetzen.

Mehr als zweieinhalb Jahre später wird der Kredit für die Planung und Projektierung bis und mit Baubewilligungsverfahren dem Volk vorgelegt. In den vergangenen zwei Jahren konnte in einem anonymen Wettbewerbsfahren das Projekt «Le Fil Rouge» dafür als Sieger gekürt werden. Es überzeugte mit dem Preis, der Nachhaltigkeit aufgrund der angewendeten Kreislaufwirtschaft sowie dem Umstand, die Schulanlage ohne teure Provisorien zu bauen.

Der Name «Le Fil Rouge» bezieht sich gemäss der Botschaft für den Urnengang vom 27. November auf die rote 100-Meter-Bahn, welche weiterhin bestehen wird. Auch weitere Teile der Anlage – so etwa die Aula und die Turnhalle Gurnigelweg – werden erhalten. Wiederverwendet werden auch einzelne Bauteile.

(lae)

veröffentlicht: 24. Oktober 2022 20:26
aktualisiert: 24. Oktober 2022 20:26
Quelle: BärnToday

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