Schülerzahlen nehmen zu

Kanton plant provisorisches Gymnasium im Liebefeld

15. September 2022, 17:51 Uhr
Wegen der demografischen Entwicklung steigen die Zahlen der Schülerinnen und Schüler im Kanton Bern an. Deshalb soll nun ein neues, provisorisches Gymnasium errichtet werden.
Der Businesspark in Liebefeld: Hier sollen künftig Berner Gymnasiastinnen und Gymnasiasten unterrichtet werden.
© zvg/Businesspark Liebefeld/Swiss Life

Der Kanton Bern will im mittleren Teil des Könizer Businessparks im Liebefeld zehn bis fünfzehn Jahre lang provisorisch ein Gymnasium betreiben. Klassen der kantonalen Gymnasien Neufeld, Kirchenfeld, Lerbermatt (Köniz) und Hofwil (Münchenbuchsee) könnten dort unterrichtet werden.

Das Baugesuch für die für den Unterricht erforderlichen Anpassungen liegt bis Mitte Oktober bei der Gemeinde Köniz öffentlich auf. Das geht aus einer Publikation im «Anzeiger Region Bern» hervor.

Kosten noch unbekannt

Wie die kantonale Bau- und Verkehrsdirektion (BVD) dazu am Donnerstag auf Anfrage bekannt gab, will der Kanton die Räumlichkeiten mieten. Wie viel Geld er investieren will, gibt die BVD noch nicht bekannt. Der Betrag werde kommuniziert, sobald die Kantonsregierung das Kreditbegehren an den Grossen Rat verabschiedet habe.

Als Grund für die Pläne im Liebefeld gibt die BVD die demografische Entwicklung an, also eine Zunahme der Schülerzahlen. Dazu schrieb die Kantonsregierung in diesem Juni in einer Antwort auf einen Grossratsvorstoss, an den Mittelschulen müsse bis 2025/26 mit einer Zunahme von mindestens 21 Klassen gerechnet werden.

«Es braucht zusätzliche Flächen»

«Bereits heute sind die Flächen sämtlicher Gymnasien maximal verdichtet. Der Schulbetrieb kann ohne zusätzliche Flächen nicht mehr gewährleistet werden», so die Kantonsregierung.

In dieser Antwort kündigt der Regierungsrat an, voraussichtlich in der Frühlingssession 2023 dem Grossen Rat einen Kredit für eine Anmiete von Räumlichkeiten vorzulegen. Diese müssen von den drei grossen Gymnasien in der Stadt Bern gut erreichbar sein.

Im Businesspark Köniz waren bis 2021 bis zu 1200 Angestellte des Telekommunikationsunternehmens Swisscom beschäftigt. Dieses Unternehmen gab Anfang 2020 bekannt, ab Herbst 2020 werde es diese Personen an anderen Standorten beschäftigen. Liebefeld gehört zur Gemeinde Köniz.

Provisorium auch in Stettlen

An den Berner Gymnasien Neufeld und Kirchenfeld stehen auch Sanierungen und Erweiterungen bevor. Deshalb plant der Kanton Bern, auch auf dem früheren Industrieareal Bernapark in Stettlen ein Schulprovisorium einzurichten.

Ausser die beiden Mittelschulen soll es auch die Schule für Gestaltung in Bern eine Zeit lang beherbergen. Die Pläne für dieses Schulprovisorium lagen Ende 2021/Anfang 2022 öffentlich auf.

(sda/ris)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 15. September 2022 17:51
aktualisiert: 15. September 2022 17:51
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