Erfolgreiches Pilotprojekt

Berner Polizei setzt jetzt auf Bodycams

21. September 2022, 14:27 Uhr
Nach rund einjährigem Pilotversuch hat die Berner Kantonspolizei Beweissicherungskameras in den ordentlichen Betrieb übernommen. Die auf dem Körper getragenen Kameras sollen helfen, Straftaten zu dokumentieren.
Die Kantonspolizei setzt Beweissicherungskameras nun auch im ordentlichen Betrieb ein.
© Kantonspolizei Bern

Die 32 Kameras setzt die Berner Kantonspolizei weiterhin dort ein, wo die Gefahr von Straftaten erhöht ist. Zudem können sie künftig auch bei Ordnungseinsätzen zum Einsatz kommen, wie siam Mittwoch mitteilte.

Die Polizei setzt schon länger im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Kameras zur Beweissicherung ein. Neu ist, dass die Geräte nun am Körper getragen werden können. Das verleiht den Polizistinnen und Polizisten mehr Bewegungsfreiheit.

Das Gesetz gibt vor, dass die Beweissicherungskameras dann eingeschaltet werden können, wenn eine Straftat unmittelbar bevorsteht oder bereits begangen worden ist. Das bedeutet, dass die Kameras nicht permanent und systematisch eingeschaltet sind. Der Entscheid, ob allfälliges Bildmaterial in einem Verfahren verwendet wird, obliegt immer der Staatsanwaltschaft.

Der Bodycam-Einsatz geht auf ein Postulat zurück, das der bernische Grosse Rat im Jahr 2016 überwies. Der Regierungsrat kam Ende 2020 zum Schluss, dass für den Einsatz von Bodycams im Einzelfall und zur Beweissicherung eine genügende gesetzliche Grundlage bestehe.

(sda/fho)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 21. September 2022 13:53
aktualisiert: 21. September 2022 14:27
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