Weniger Teilnehmende

Erneute Kundgebung in Bern gegen das iranische Regime

· Online seit 09.11.2022, 14:51 Uhr
Auch in Bern reissen die Proteste gegen die iranische Regierung nicht ab. Am Mittwoch solidarisierten sich auf dem Bundesplatz erneut Menschen mit der Protestbewegung. Mit rund 60 Demonstrantinnen und Demonstranten fiel der Auflauf aber kleiner aus als zuletzt.

Quelle: BärnToday / Warner Nattiel, Beitrag vom 9. November 2022

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Die Lage im Iran spitzt sich zu. Doch die Anliegen der Bewegung, die von Exil-Iranerinnen und Iranern geführt wird, sind noch nicht erfüllt. Deshalb will der Avesta Kulturverein die Situation und Ereignisse im Iran darstellen. Bei der stillen Kundgebung stehen Musik, Kunst, Theater und Tanz im Fokus, wie die Organisatoren in einer Medienmitteilung ankündigten.

Die Iranerin Behnaz Götz sagt dazu: «Wir kämpfen alle Seite an Seite für einen demokratisch regierten Iran. Da wir unsere Ziele und Forderungen nicht erreicht haben, kämpfen wir weiter.»

Bei den ersten Demonstrationen waren vor allem Iranerinnen und Iraner dabei, und nur wenige Schweizerinnen und Schweizer. Aber an einer friedlichen, aber lauten Kundgebung am vergangenen Samstag waren über 4000 Personen dabei, darunter auch bekannte Gesichter aus der Schweizer Politik. Neben der Grünen-Nationalrätin Natalie Imboden waren auch die SP-Nationalrätinnen und Nationalräte Cédric Wermuth und Flavia Wasserfallen dabei, die sich als Zeichen des Protests die Haare abschnitt.

Der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini hatte die Proteste im Iran ausgelöst. Die iranische Sittenpolizei hatte sie festgenommen. Der Grund dafür war, dass die Kurdin Kopftuch-Vorschriften nicht eingehalten haben soll. Nach Angaben von Oppositionskreisen im Ausland sind bisher 280 Menschen bei den Protesten gestorben und über 14'000 Personen verhaftet worden.

veröffentlicht: 9. November 2022 14:51
aktualisiert: 9. November 2022 14:51
Quelle: BärnToday

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