Jetzt kommt die «Bierflation»

Hier wird das Bier in der Stadt Bern teurer

Riccardo Schmidlin, 19. Oktober 2022, 06:28 Uhr
Die Inflation hat Auswirkungen auf die Bierpreise – das spüren auch Berner Lokale. Im Einkauf kostet das Bier rund 10 Prozent mehr. Doch nicht alle geben die Preiserhöhung an ihre Gäste weiter.
Das Bier im Alten Tramdepot Bern wurde bereits per Anfang Jahr teurer. Andere Lokale in Bern warten noch zu.
© zvg
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  • Altes Tramdepot: Die Preise wurden bereits per Anfang 2022 um 0,5 bis 1 Prozent erhöht. Je nach Bier zahlen Gäste zwischen 5 und 10 Rappen mehr – für einige Biere haben sich die Preise nicht erhöht. Im Durchschnitt kostet eine Stange circa 5 Franken. «Wir hatten keine Reaktionen, da die Erhöhung sehr moderat war», sagt der Medienverantwortliche Thomas Baumann. Im nächsten Jahr dürfte es erneut eine leichte Anpassung geben, definitiv ist aber noch nichts. Da das Alte Tramdepot die Biere selbst herstellt, konnte es die Mehrkosten bislang relativ klein halten. 
  • Au Trappiste: Derzeit ist keine Erhöhung geplant. 
  • Bierhübeli: Derzeit ist keine Erhöhung geplant. Die Preise können im Bierhübeli aber stark variieren. An einer Veranstaltung zahlt man in der Regel mehr als im Restaurant, da ein Teil des Betrags dabei in die Kultur fliesst, wie Dave Naef erklärt. Das kann ganz schön ins Geld gehen – ein BärnToday-Leser zahlte kürzlich anlässlich eines Konzerts 9 Franken für ein grosses Bier. 
  • Brasserie Lorraine: Noch ist das Bier in der «Brass» nicht teurer geworden, eine Anpassung ist allerdings per Ende Monat vorgesehen. Wie viel das Bier dort in Zukunft kosten wird, kann die Beiz auf Anfrage noch nicht sagen. 
  • Café Kairo: Derzeit ist keine Erhöhung geplant.
  • Café Marta: «Bei uns alles um circa 10 bis 20 Rappen teurer geworden», heisst es auf Anfrage. Dies liege aber nicht nur an der Inflation, sondern auch an der Einführung von Twint. Die Kunden haben auf die Preisveränderung gelassen reagiert. 
  • Die Taube: Derzeit ist keine Erhöhung geplant.
  • Le Beizli: Bislang wurden die Preise nicht erhöht, eine Erhöhung dürfte allerdings mit dem Jahreswechsel erfolgen. 
  • Old City Irish Pub: «Bei uns bleiben die Bierpreise noch gleich», sagt Betriebsleiter Mark Jaksa. Aktuell sei das Ausmass der Inflation im «ertragbaren Rahmen». «Wir sind in der Stadt Bern noch immer das Pub mit den tiefsten Preisen für ein Pint Bier und die möchten wir auch behalten», so Jaksa. Ein Pint – also fünf Deziliter – kostet dort 7 Franken. 
  • OnTap Craftgallery: «Bei uns sind die Preise im Einkauf ein bisschen nach oben gangen, aber wir haben unsere Preise noch nicht angepasst», sagt Inhaber Michael Diplock. Man braue einerseits viel Bier selbst, andererseits beziehe man Bier aus England. Weil der Pfund stark an Wert verloren hat, sei die Inflation noch nicht so stark zu spüren, so Diplock.
  • Piazza Bar: Bislang wurde nur das grosse Amber teurer, von 7,50 auf 8 Franken. Die restlichen Preise sind seit fünf Jahren gleich geblieben. 
  • Turnhalle: Das Bier kostet neu 5,50 statt 5 Franken. Die Kunden reagierten darauf mit «vollstem Verständnis», wie eine Mitarbeiterin erklärt. Im Vergleich koste das Bier in der Turnhalle nämlich noch immer weniger als anderswo. 

Das Bier in deiner Stammbeiz ist teurer geworden? Oder kommst du wegen anderen Preiserhöhungen im Alltag ins Staunen? Schildere uns deine Erfahrungen via Whatsapp oder in den Kommentaren. 

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 14. Oktober 2022 17:09
aktualisiert: 19. Oktober 2022 06:28