Telefonkette war gestern

Whatsapp oder Mattermost? Kommunikation an Berner Schulen nicht klar geregelt

· Online seit 19.10.2022, 20:02 Uhr
Wie sollen Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrpersonen kommunizieren? Die verschiedenen digitalen Möglichkeiten stellen Schulen vor neue Herausforderungen. Eine klare Regelung gibt es nicht.

Quelle: TeleBärn

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«Es wäre natürlich naheliegend, Whatsapp zu benutzen», sagt Jan Holler, Co-Präsident Schule und Elternhaus Kanton Bern. «Aber aus Datenschutzgründen geht das nicht. Alle Kontaktdaten werden nach Amerika übermittelt und das widerspricht dem Datenschutzgesetz.»

Trotzdem verwenden viele Schüler immer noch den beliebten Messengerdienst, wie Primarlehrer Manuel C. Widmer weiss. «Es gibt Klassenchats, die die Klassen untereinander eingerichtet haben. Die Kinder machen das sowieso.» So würde er wichtige Informationen an einen Schüler senden, der diese im Chat teilt. So könne er sichergehen, dass alle Kinder die Daten erhalten. «Ich brauche Whatsapp nicht, aber sie brauchen das, was sie sowieso installiert haben.»

Eine Alternative, die das städtische Schulamt vorzieht, wäre der Instant-Messaging-Dienst Mattermost. «Das Problem ist, dass er nicht intuitiv ist», so Manuel C. Widmer. «Wenn man so ein Tool mit Eltern und Kindern brauchen will, muss es beim ersten Mal klar sein, wie es funktioniert.»

Luzia Annen, Leiterin Schulamt Bern, würde es begrüssen, wenn man die Kommunikationspfade vereinheitlichen würde. «Das heisst aber nicht, dass alle das gleiche Tool benutzen müssen. Es gibt vielleicht eine Auswahl von verschiedenen, die man empfiehlt.» Es mache aber keinen Sinn, wenn alle Klassen die Kommunikation anders handhaben.

(dak)

veröffentlicht: 19. Oktober 2022 20:02
aktualisiert: 19. Oktober 2022 20:02
Quelle: TeleBärn

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