Verkehr in Bern

«Wir wollen verhindern, dass Leute auf das Auto umsteigen»

16.08.2022, 19:13 Uhr
· Online seit 16.08.2022, 13:08 Uhr
Das Projekt «Verkehrsmanagement Region Bern Nord» nimmt ab Oktober den Probebetrieb auf. Bis im Frühling 2023 soll es im Normalbetrieb laufen. Der Kanton Bern will so den Verkehrsfluss verbessern.

Quelle: TeleBärn

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Das Projekt «Verkehrsmanagement Region Bern Nord» soll im Norden der Agglomeration Bern für weniger Stau sorgen. Statt Strassen auszubauen, soll der Verkehr besser verteilt werden, teilt der Kanton Bern mit.

«Wir wollen den Verkehr dosieren und auch schauen, dass die Busse besser zirkulieren können», sagt Christoph Neuhaus, Regierungsrat des Kantons Bern. «Wir wollen verhindern, dass Leute auf das Auto umsteigen, weil der ÖV nicht zuverlässig ist.»

Dosierstellen und Displays

Nebst Ampeln sollen Dosieranlagen den Verkehrsfluss verbessern. «Diese sind in der Regel schwarz und schalten auf rot, wenn sich im Zentrum ein Verkehrsstau entwickelt, sagt Stefan Studer vom Tiefbauamt des Kantons Bern. «Wenn sich die Situation normalisiert, schaltet die Anlage wieder auf grün.» So sollen Fahrzeuge am Dorfeingang aufgehalten werden, sobald der Verkehr innerorts ins Stocken kommt.

An wichtigen Orten kommen zudem 15 Displays zum Einsatz, die Autofahrende über Verlustzeiten oder besondere Verkehrssituationen informieren sollen. Fünf dieser Displays sind auf der Autobahn in der Region bereits in Betrieb.

Vollbetrieb ab März 2023

Nun kommt das Projekt in die letzte Phase. In den nächsten Monaten wird das System im Schattenbetrieb laufen und ersten Tests unterzogen. Dieser Probebetrieb wird für die Verkehrsteilnehmenden nicht sichtbar sein.

Zwischen Jegenstorf und Urtenen soll die erste Dosieranlage den Betrieb aufnehmen. Danach folgen die Gemeinden Urtenen-Schönbühl, Münchenbuchsee und Mooseedorf. Zuletzt werden die Dosierstellen in Zollikofen, Ittigen, Bolligen und Bern aufgeschaltet. Mit Praxistests im Verkehr soll die Software des Verkehrssystemrechners laufend optimiert werden. «Wir können laufend aus Erfahrungen lernen und flexibler auf Unvorhergesehenes reagieren», so Christoph Neuhaus.

Ab März 2023 soll das System im Vollbetrieb laufen. Anschliessend soll geprüft werden, wie sich das System auf die Region Bern Nord auswirkt.

(raw)

veröffentlicht: 16. August 2022 13:08
aktualisiert: 16. August 2022 19:13
Quelle: BärnToday

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