Schweiz

Mission von Weltraumteleskop Cheops wird verlängert

Unter Berner Leitung

Mission von Weltraumteleskop Cheops wird verlängert

· Online seit 09.03.2023, 15:33 Uhr
Nach drei Jahren in der Umlaufbahn wird die Mission des Weltraumteleskops Cheops bis mindestens 2026 verlängert. Das gemeinsame Projekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz wird von der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf geleitet.
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Seit dem Launch im Dezember 2019 hätten die Messungen des Satelliten zu wichtigen Entdeckungen auf dem Gebiet der Exoplanetenforschung beigetragen. Nun soll das Weltraumteleskop bis mindestens 2026 weiterbetrieben werden, wie die beiden Universitäten in einer Mitteilung schreiben.

«Wir haben bisher nur an der Oberfläche von CHEOPS' Fähigkeiten gekratzt. Der Satellit bietet noch viel mehr wissenschaftliche Möglichkeiten, und wir freuen uns darauf, diese während der Verlängerung auszuloten», wird Willy Benz, emeritierter Astrophysik-Professor und CHEOPS-Leiter, in der Mitteilung zitiert.

Cheops hat alle Erwartungen übertroffen

Der Satellit Cheops ist auf die genaue Beobachtung von Exoplaneten – Himmelskörper, die andere Sterne als unsere Sonne umkreisen. Die Hauptmission von Cheops war für eine Dauer von dreieinhalb Jahren, also bis September 2023, angelegt. Es wurden bereits mehr als 50 auf Daten von Cheops basierende wissenschaftliche Artikel in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.

«Die Präzision von Cheops hat alle Erwartungen übertroffen und es uns ermöglicht, die Eigenschaften mehrerer der interessantesten Exoplaneten zu bestimmen», betonte Benz. Mit der nun genehmigten Missionsverlängerung plant das Cheops-Team, den Satelliten weiterhin für seine Kernaufgaben einzusetzen, aber gleichzeitig auch neue Beobachtungsmethoden auszuprobieren.

Neben der ESA haben sich 11 Länder, darunter die Schweiz in einer führenden Rolle, zusammengeschlossen, um das Teleskop zwischen 2012 und 2019 zu finanzieren und zu bauen.

(dak/sda/pd)

veröffentlicht: 9. März 2023 15:33
aktualisiert: 9. März 2023 15:33
Quelle: BärnToday

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