Zu wenig Milch

Schweiz muss Butter-Importe für das Jahr 2023 erneut erhöhen

6. Dezember 2022, 13:53 Uhr
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat das Zollkontingent für Butter für Januar 2023 um 3000 Tonnen erhöht. Das inländische Butterangebot reicht auch im nächsten Jahr nach Einschätzung der Branche nicht aus, um die Nachfrage in der Schweiz vollständig zu decken.
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Auch im nächsten Jahr muss wieder mehr Butter in die Schweiz geliefert werden. Der Grund: Laut der Branchenorganisation «Milch» dürfte die Gesamtmilchmenge weiterhin tief bleiben. Deshalb bleibe neben der Käseproduktion zu wenig Milch für die Butterherstellung übrig. Die Branchenorganisation reichte daher beim BLW einen Antrag auf Erhöhung des Zollkontingents ein.

Bereits 2022 6100 Tonnen zusätzlich

Das BLW gab in diesem Jahr bereits zusätzlich 6100 Tonnen Butter zum Import im Kontingent frei. In den vergangenen beiden Jahren wurde das Zollkontingent für Butter jeweils um rund 5000 Tonnen erhöht, wie Stefan Kohler, Geschäftsführer der Branchenorganisation Milch, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.

Käse im Trend

Im ersten Coronajahr 2020 habe sich nämlich der Buttermarkt in der Schweiz gedreht. Der Käseabsatz und der Butterabsatz seien damals sehr erfreulich angestiegen. Da aber gleich viel Milch produziert worden sei, habe es zu wenig Milch für Butter gegeben.

Aufgrund der steigenden Zahl von Vegetariern liege Käse zudem stark im Trend. Nach mehreren Jahren mit einem Absatzzuwachs beim Käse von rund 5 Prozent, ist es aber laut Kohler unklar, ob sich das Wachstum bei den Käseexporten fortsetzen wird.

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 6. Dezember 2022 13:52
aktualisiert: 6. Dezember 2022 13:53