Das war ManCity-YB

Camaras Trikot-Jagd, Laupers schwarzer Abend und Wickys ernüchternde Worte

· Online seit 08.11.2023, 09:19 Uhr
Der Champions-League-Abend in Manchester erinnerte in manchen Belangen ans Hinspiel im Wankdorf: Zwei Treffer von Haaland, einer per Penalty. Und Benito rettet für die Berner erneut auf der Linie. Aber auch andere Aktionen sind am Tag danach in aller Munde.
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In Manchester bleiben die Young Boys vieles schuldig – nicht aber Gesprächsstoff für die nächsten Tage. Nach dem 0:3 bleiben unter anderem ein ernüchterter Trainer und ein Spieler, in dessen Haut am Mittwoch keiner stecken möchte.

Sandro Laupers schwarzer Abend

Es war nicht das Spiel von Sandro Lauper. Gar nicht. In der 23. Minute verschuldete der 27-Jährige einen Penalty, Haaland verwertete zum 1:0 für ManCity. Noch vor diesem Penalty sah Lauper die gelbe Karte. Und immer wieder liessen seine Gegenspieler ihn schlecht aussehen. YB-Coach Wicky verzichtete aber darauf, ihn in der Pause auszuwechseln. Hätte er wohl besser. Denn in der zweiten Halbzeit sah Lauper nach einem Foul an Nathan Aké die zweite gelbe Karte und wurde unter die Dusche geschickt.

203 Profi-Spiele lang flog er nie vom Platz. Nun unterlief Lauper dieses Malheur gleich zwei Mal in Folge. Bereits im Meisterschaftsspiel am Sonntag gegen Winterthur hatte er die rote Karte gesehen.

Quelle: BärnToday / Quinn Lauener / Warner Nattiel

Camaras Trikotjagd

Was von diversen britischen Medien aufgegriffen wurde, ist die Aktion von YB-Captain Mohamed Ali Camara. Dieser bat schon in der Halbzeitpause ManCity-Superstar Erling Haaland ums Trikot. Dafür legte der YB-Verteidiger offenbar sogar einen Sprint hin, um Haaland noch auf dem Rasen das Leibchen abzunehmen. Dieser antwortete offenbar nur: «You cannot do this». In der Tat ist es unüblich, dass die Spieler die Leibchen in der Pause und dann noch vor laufender Kamera tauschen. Wobei es streng genommen kein Tausch war, denn Haaland interessierte sich nicht für das gelb-schwarze Trikot von Camara.

Auch Coach Raphael Wicky reagierte auf die Aktion und sagte, er werde mit Camara reden «und ihn fragen, weshalb das in der Halbzeit sein musste».

Wickys ernüchternde Worte

«ManCity ist extrem stark, das ist keine Überraschung», sagte Trainer Raphael Wicky nach dem Spiel. Etwas mehr als 20 Minuten hielten sich die Young Boys im Etihad-Stadium allerdings schadlos. Dann aber kam das Foul von Lauper. «Der Penalty war in dem Moment unnötig», sagt Wicky und findet damit deutliche Worte. Auch hätten die Berner viele falsche Entscheidungen getroffen. «Wir waren in den Momenten, in denen wir perfekt sein mussten, nicht perfekt, und das ist frustrierend.»

Trotz der Niederlage findet Wicky auch Positives: In den 40 Minuten nach dem Rauswurf von Lauper zeigte die Mannschaft Zusammenhalt und fiel nicht auseinander. «Die Mannschaft hat solidarisch verteidigt.»

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veröffentlicht: 8. November 2023 09:19
aktualisiert: 8. November 2023 09:19
Quelle: BärnToday

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