Energiesparpaket

Auch Schloss Köniz wird nicht mehr beleuchtet

14. Oktober 2022, 13:36 Uhr
Köniz setzt die Empfehlungen des Bundes zur Einsparung von Energie und Strom um. Neben dem Abschalten der Beleuchtung öffentlicher Gebäude dürfen nachts auch keine Leuchtreklamen mehr eingeschaltet sein.
Das Schloss Köniz wird künftig in der Nacht nicht mehr angeleuchtet. (Archivbild)
© KEYSTONE/Peter Klaunzer
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Die Temperatur in den Gebäuden wird gesenkt, das Schloss nicht mehr beleuchtet und die Mitarbeitenden sind dazu aufgerufen, am Arbeitsplatz wo immer möglich Energie zu sparen. Der Könizer Gemeinderat hat angesichts der drohenden Energiemangellage ein Massnahmenpaket beschlossen, um den Strom- und Energieverbrauch der 37’000-Einwohnergemeinde zu reduzieren. Köniz unterstützt damit die Anstrengungen des Bundes und setzt die entsprechenden Empfehlungen um.

Die insgesamt 42 beschlossenen Massnahmen betreffen sowohl die Verwaltung, als auch den öffentlichen Raum. Zum einen soll die Beheizung öffentlicher Gebäude zurückgefahren werden. In den Büros der Gemeinde ist es künftig maximal 20 Grad warm, in Werkstätten maximal 17 Grad. In selten genutzten oder leeren Räumen soll die Temperatur nur noch maximal 13 Grad betragen.

Appell an Mitarbeitende und Bevölkerung 

Zum anderen wird auch bei der Beleuchtung eingespart. Leuchtreklamen müssen nachts zwischen 23 und 6 Uhr abgeschaltet werden. Öffentliche und historische Gebäude wie das Schloss Köniz oder das Gemeindehaus werden nicht mehr beleuchtet. Einzig an der Strassenbeleuchtung ändert sich aus Sicherheitsgründen nichts – sofern der Kanton nicht anderweitige Massnahmen trifft.

Zudem sind Mitarbeitende der Gemeinde dazu aufgerufen, wo immer möglich Energie einzusparen – sei es durch Lichter löschen, richtig lüften oder kleinstmögliche Fahrzeuge für Dienstfahrten. Der Gemeinderat appelliert zudem an die Könizer Bevölkerung und Wirtschaft, es ihnen gleichzutun.

Köniz verfolge eine «ehrgeizige Energie- und Klimapolitik», lässt sich Gemeinderat Hansueli Pestalozzi, Vorsteher der Direktion Umwelt und Betriebe, in einer Mitteilung zitieren. «Die Gemeinde will selbstverständlich einen Beitrag leisten zur Bewältigung der Energiekrise», so Pestalozzi.

In der Stadt Bern bleibt Münster beleuchtet

Köniz reiht sich mit den Massnahmen in die Reihe mit anderen Berner Gemeinden ein. Auch in der Stadt Bern wird Energie durch weniger starke Beheizung und weniger Beleuchtung eingespart. Öffentliche und historische Gebäude werden, wie das Schloss Köniz ebenfalls nicht beleuchtet. Einzige Ausnahme dabei ist das Berner Münster: Weil die 101 Meter hohe Kirche die Anflugschneise des Flughafens Belp tangiert, muss das Gebäude weiterhin angeleuchtet werden.

(ris/pd)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 14. Oktober 2022 13:38
aktualisiert: 14. Oktober 2022 13:38