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Fecht-Elite trifft sich in Bern – das macht den «Berne World Cup» so besonders

Olympia-Qualifikation

Fecht-Elite trifft sich in Bern – das macht den «Berne World Cup» so besonders

· Online seit 07.11.2023, 06:40 Uhr
Dieses Wochenende findet der Berner Fechtweltcup statt. Das Besondere am diesjährigen Saisonstart: Das Turnier zählt für die Olympiaqualifikation. Der ehemalige Spitzenfechter Fabian Kauter erzählt von den Vorbereitungen und was die Zuschauerinnen und Zuschauer erwarten können.
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Jahrzehntelang fand der «Grand Prix Berne», wie er früher hiess, im Wankdorf statt. Nun geht das Turnier zum zweiten Mal in der Mobiliar Arena in Gümligen über die Bühne. Der Grund dafür ist so simpel wie positiv: zu wenig Platz.

«Es sind immer mehr Teilnehmer gekommen und vor beinahe zehn Jahren kam der Teamwettkampf dazu. Die Wankdorfhalle wurde einfach zu klein», sagt Fabian Kauter. Er ist der Verantwortliche für Kommunikation am «Berne World Cup» und selbst ehemaliger Schweizer Spitzenfechter. Man habe nicht genug Pisten aufstellen können, um den Event zeitgerecht über die Bühne zu bringen.

Fast 340 Fechter aus aller Welt: Teilnehmerrekord gebrochen

Für den diesjährigen Weltcup wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt: 336 Fechter aus der ganzen Welt nehmen teil. Im vergangenen Jahr waren es 302 Anmeldungen.

Die Organisatoren freuen sich nicht nur über die Sportler aus fast 60 Nationen, sondern hoffen auch auf viele Zuschauerinnen und Zuschauer. «Wenn wir es irgendwie schaffen, die Halle in Gümligen während der Finalkämpfe zur Hälfte zu füllen, dann wären wir zufrieden», sagt Kauter. Man habe ein sehr treues Fechtpublikum. «Aber wir hoffen natürlich auch, dass es die eine oder andere Schulklasse oder einen Verein zu uns verschlägt.»

Wer die Spitzenfechter in Aktion sehen will, muss ein Ticket kaufen. Ob für Familien oder Einzelpersonen, auch kulinarisch habe man alles vor Ort, was man sich vorstellen oder wünschen könne, sagt Kauter. «Man kann theoretisch den ganzen Tag in der Halle sein: Die Kämpfe starten um 8 Uhr morgens und gehen bis um circa 18 Uhr abends.»

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«Dass es die Leute checken, ist schon ein Problem»

«Man bekommt ein Büchli zur Erklärung, was da überhaupt abgeht.» Fechten ist ein Randsport, nicht alle verstehen, wie er funktioniert – auch wenn die Schweiz zumindest im Degenfechten als Fechtnation gilt. «Dass es die Leute checken, ist schon ein bisschen ein Problem.» Es sei kompliziert, so Kauter. «Aber zum Glück ist es ein Degen-Weltcup.» Denn diese Waffe sei am einfachsten zu erklären.

Aber für Kauter ist klar: «Es wird vom ersten Moment an Freude machen, einfach rein von den Emotionen und den Athleten her: Ihnen zuschauen, wie sie in Millisekunden Entscheidungen treffen.»

Tradition und Olympia

Der Weltcup in Bern wird zum 59. Mal ausgetragen. Mit Paris und Heidenheim sei Bern eines von drei Turnieren mit einer extrem langen Tradition, erklärt Kauter. «Es ist natürlich eindrücklich und extrem cool, dass wir diese Tradition auch weiterpflegen dürfen.» Er glaubt auch, dass genau diese Tradition die Fechter aus der ganzen Welt dazu bewege, in die Schweiz zu kommen.

Dazu kommt: Dieses Jahr zählt der Wettkampf als wichtiges Olympia-Qualifikationsturnier. Alle aktuellen Grössen des Degenfechtens reisen für den traditionsreichen Sportevent nach Bern: Der Olympiasieger, der Weltmeister und der Europameister sind angemeldet. Die Schweizer Chancen für die Olympischen Spiele in Paris 2024 seien am grössten, wenn sie sich als Team qualifizieren. «Chancen, die absolut in Takt sind», schätzt Fabian Kauter ein.

veröffentlicht: 7. November 2023 06:40
aktualisiert: 7. November 2023 06:40
Quelle: BärnToday

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