Zum siebten Mal

Storchendame ist zurück im Berner Nordquartier

· Online seit 11.02.2023, 10:50 Uhr
«The stork has landed», hiess es am Freitagnachmittag gegen 16.10 Uhr. Das gelb-beringte Federtier bezog – wie jedes Jahr – sein Nest auf dem Dach des Nationalen Pferdezentrums (NPZ) an der Papiermühlestrasse in Bern.
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Berner Birdwatcher können aufatmen: Die Störchin hat ihren Ausflug in den Süden einmal mehr überlebt. Seit 2017 nistet sie im Berner Nordquartier und lässt sich dabei von einer Webcam im 5-Minuten-Takt fotografieren. In ein paar Tagen wird ihr Partner erwartet.

Was für die beiden normal ist, ist eigentlich recht ungewöhnlich: In der Regel treffen Storchen-Weibchen nämlich erst einige Tage nach dem Männchen ein. Bei diesem Berner Storchenpaar ist es anders: Sie inspiziert den Horst in der ersten Februarhälfte jeweils allein. Sobald er nachkommt, paaren sie sich.

Erfolgreiche Wiederansiedlung in der Schweiz

Sind die drei bis sechs Eier einmal gelegt, brüten sie diese abwechselnd. Nach rund 30 Tagen schlüpfen die Jungvögel. Das Elternpaar füttert sie, bis sie flügge sind – die Aufzucht dauert meist bis August. Selten überlebt der ganze Nachwuchs. Doch anders vor 70 Jahren, als es gar keine Weissstörche mehr gab in der Schweiz, sind sie inzwischen wieder heimisch geworden.

Nach erfolgreicher Wiederansiedlung in den 1960ern hat die Vogelwarte Sempach im Jahr 2021 795 nistende Storchenpaare zählen können. Ihre Art gilt aber immer noch als «potenziell gefährdet».

(ceg/tka)

veröffentlicht: 11. Februar 2023 10:50
aktualisiert: 11. Februar 2023 10:50
Quelle: BärnToday

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