Kiental-Urteil

Kiental-Schubser zu 17,5 Jahren Haft verurteilt

17.10.2022, 15:47 Uhr
· Online seit 17.10.2022, 13:49 Uhr
Er schubste seinen Sexpartner, einen jungen Afghanen, in die Griessschlucht im Kiental. Der 65-jährige Angeklagte im Kientalprozess wurde am Montagmittag vor dem Regionalgericht Oberland wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, vorsätzlicher Tötung und wegen sexueller Handlungen mit Minderjährigen für schuldig erklärt.
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Jetzt muss der Schweizer für 17,5 Jahre in Haft. Der Einwohner von Aeschi bei Spiez hatte einen jungen Afghanen, mit dem er eine «gute, sexuelle Beziehung» gehabt hatte, beinahe in den Tod gestossen. Die Verteidigung hatte zwar einen Freispruch verlangt, doch das Gericht hielt die Aussagen des Opfers für glaubhaft. Dieser hatte am ersten Prozesstag im September vom Vorfall im Kiental berichtet. Der 65-Jährige muss eine Geldstrafe von über 83'000 Franken und eine amtliche Entschädigung von mehreren Tausend Franken bezahlen.

Der angeklagte Schweizer stand wegen vorsätzlicher Tötung, versuchter vorsätzlicher Tötung und weiteren Anklagepunkten vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte 19 Jahre Haft verlangt.

Zum Vorwurf der vorsätzlichen Tötung hatte der 65-Jährige keine Aussage gemacht und behauptet, das Todesopfer nicht gekannt zu haben. 

Im zweitägigen Prozess mit fünf Privatklägern ging es auch um sexuelle Nötigung, sexuelle Handlungen mit Kindern und ebensolche mit Minderjährigen gegen Entgelt. In den letzten zwei Punkten war der Angeklagte geständig und wurde ebenfalls für schuldig erklärt. Der Schweizer erhält ein lebenslanges Verbot von Tätigkeiten, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen beinhalten.

Hier kannst du die Details zum Prozess nachlesen.

veröffentlicht: 17. Oktober 2022 13:49
aktualisiert: 17. Oktober 2022 15:47
Quelle: BärnToday

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